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Die ersten 90 Tage im neuen Job

Erfolgreicher Start. Das müssen Sie in den ersten Monaten im neuen Job beachten.

Die ersten 90 Tage im neuen Job spielen eine wichtige Rolle. Denn jetzt entscheidet sich, ob Sie eine langfristige Zukunft in der neuen Position haben, oder ob die neue Stelle doch nicht zu Ihnen passt. Damit Ihnen der Start in das neue Arbeitsumfeld optimal gelingt, haben wir ein paar Last-Minute-Tipps für Sie.

So starten Sie erfolgreich im neuen Job durch

Wer einen guten Eindruck machen will, der kommt in den ersten 90 Tagen möglichst immer pünktlich. Bevor Sie Ihren ersten Arbeitstag antreten, sollten Sie sich bereits über Ihren Arbeitsweg informiert haben. Neben der exakten Kenntnis über die eigentliche Strecke, sollten Sie auch wissen, wie viel Zeit Sie für die Fahrt benötigen – und dabei ein hohes Verkehrsaufkommen im Berufsverkehr, mögliche Staus und andere Hindernisse einkalkulieren. Nicht zuletzt sollte Ihnen bekannt sein, wo Sie parken können oder wo Ihre Haltestelle liegt.

In den ersten Wochen sollten Sie Ihren Fokus noch nicht auf überragende Arbeitsleistungen legen, sondern an Ihrer innerbetrieblichen Orientierung arbeiten. Finden Sie sich erst einmal zurecht. Neben der Kenntnis über Raumpläne und firmeninterne Arbeitswege kümmern Sie sich um alles Organisatorische. Des Weiteren lernen Sie in dieser Phase Ihre Vorgesetzten und Kollegen kennen. Wer nur die Position innerhalb einer Firma wechselt, der kann sich deutlich früher ans Netzwerken machen.

Guter Start mit den neuen Kollegen

Ihre Kollegen werden Sie im Optimalfall noch viele Jahre begleiten, weshalb Sie sich sicher mit ihnen gut stellen möchten. Gerade am Anfang machen Sie einen guten Eindruck, indem Sie in der Beobachterposition bleiben. Das heißt, Sie schauen zu, hören zu und lernen dabei. Ihre Kollegen möchten Sie kennenlernen. Führen Sie Gespräche, sofern es die Arbeitsumstände zulassen, und seien Sie dabei offen, ehrlich und authentisch. Ein wenig Charme wird Ihnen den Start erleichtern.

Versuchen Sie auch selbst, mehr über Ihre neuen Kollegen zu erfahren, damit Sie sich sicher sein können, sich langfristig im neuen Umfeld wohlzufühlen. Bedenken Sie, dass die ersten 90 Tage im neuen Job nicht nur dafür da sind, dass Sie sich ins Team integrieren, sondern auch, damit Sie herausfinden, ob Sie selbst in diesem Umfeld bleiben möchten.

Rechnen Sie mit Hindernissen

Möglicherweise begegnet Ihnen das Team skeptisch. Sie sind der oder die Neue. Das heißt, Sie sind noch nicht in die individuellen Betriebsabläufe eingearbeitet. Vielleicht werden Sie deshalb sogar als Störfaktor wahrgenommen, wenn das Team bereits fest eingespielt und wenig flexibel ist. Sie haben vielleicht in Ihrem vorherigen Job aus der anderen Perspektive die Erfahrung gemacht, dass neue Mitarbeiter die Ausgangslage im Team völlig durcheinander gewirbelt haben. Nicht jeder freut sich über solche Veränderungen.

Zudem wissen Sie noch nichts über eine eventuell verborgene Hackordnung. Natürlich gibt es in vielen Firmen eine klare Hierarchie, doch auch innerhalb einer Ebene kann sich eine solche entwickeln. In der Beobachterposition verschaffen Sie sich einen Ausgleich. Zudem fallen Ihnen mögliche Konfliktherde schneller auf. Nehmen Sie Spannungen wahr, die mit Ihnen zusammenhängen, ist der beste Lösungsweg immer das offene Gespräch unter vier Augen. Aus fremden Konflikten halten Sie sich besser raus.

Ihr Weg ins Netzwerk

Nur in den seltensten Fällen finden Sie auf Anhieb den vorteilhaftesten Zugang in das Team. Vielleicht lernen Sie anfangs nur unsympathische Kollegen kennen, die sich Ihnen unangenehm anbiedern. Haben Sie das Gefühl, dass jemand Sie ausnutzen möchte, wenden Sie sich anderen zu, ohne dabei unhöflich zu werden. Bis Sie Ihren Platz im Team gefunden haben, können einige Wochen vergehen – das ist vollkommen normal.

Mitunter könnte es durch Ihre Kollegen sogar zu kleineren „Tests“ kommen, um mehr über Sie zu erfahren. Vielleicht werden Ihnen besonders schwere oder lächerlich einfache Aufgaben gestellt, um zu sehen, wie Sie mit der ausgefallenen Situation umgehen. Möglich ist auch, dass Ihnen überhaupt keine Aufgaben übertragen werden, um Ihrer Eigeninitiative auf den Grund zu gehen.

Bemerken Sie, dass Sie getestet werden, spielen Sie einfach mit. Vermeiden Sie es, zu sagen, dass Sie das Spiel durchschaut hätten, oder dass Sie sich nicht testen lassen. Denn einerseits könnten Sie sich mit Ihrer Einschätzung auch furchtbar täuschen und blamieren, und andererseits zeugt es von einem schlechten Stil. Lassen Sie sich im Zweifelsfall ruhig ein wenig veräppeln, sofern es nicht völlig unangemessen ist. Es stärkt Ihre Bindung an das Team.

Was Sie vermeiden sollten

Neben den vielen Dingen, die Sie in den ersten neunzig Tagen tun sollten, gibt es auch einige, die Sie besser lassen. Dazu zählen das Krankfeiern und Urlaubmachen. Natürlich kann es sein, dass Sie Pech haben und erkranken, oder dass Sie unerwartet einen freien Tag für die Beerdigung eines nahen Verwandten brauchen. Auch wenn Sie einen wirklich guten Grund haben: Rechnen Sie damit, dass eine Krankmeldung oder ein kurzfristiger Urlaubsantrag außerordentlich schlecht ankommt.

Was Sie ebenfalls vermeiden sollten, ist ein zu direktes und lautes Auftreten. Wenn Sie ein sehr extrovertierter Mensch sind, der vor lauter Ideen nur so sprudelt, halten Sie sich anfangs lieber etwas zurück. Geben Sie nicht den Pausenclown und versuchen Sie nicht, bestimmte Abläufe schon in den ersten Wochen in der neuen Firma umkrempeln zu wollen. Sie könnten sich unbeliebt machen und vielleicht nicht lange bleiben.

Unsere Tipps für den neuen Job im Überblick

Was Sie in den ersten 90 Tagen tun sollten:

  • Pünktlich sein
  • Ausgeschlafen sein
  • Besonders gut auf Kleidung, Schuhe, Frisur und Körperpflege achten
  • Kluge Fragen stellen
  • Zuhören und beobachten
  • Unverbindlich bleiben
  • Netzwerk aufbauen
  • Offen, ehrlich und authentisch sein
  • Eigeninitiative zeigen

Was Sie in den ersten 90 Tagen vermeiden sollten:

  • Krank feiern
  • Urlaub machen
  • Abschotten
  • Den Pausenclown geben
  • Unaufgefordert Abläufe ändern wollen
  • Zu extrovertiertes Verhalten zeigen

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