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Die ersten 48 Stunden im neuen Job

Mit diesen Tipps hinterlassen Sie einen überzeugenden ersten Eindruck im neuen Job.

Sie haben den neuen Job. Glückwunsch. Nun stehen die ersten Stunden am neuen Arbeitsplatz bevor. Ihr erstes Ziel: Gut in der neuen Position anzukommen. Heißt: sich auf das neue Umfeld einzustellen und das Fundament für eine vertrauenswürdige und glaubhafte Beziehung zu Mitarbeiter:innen, Kollegen:innen und Vorgesetzten aufzubauen.

To-do: Das sollten Sie tun.

1. Stellen Sie sich vor und lernen Sie Ihr zukünftiges Arbeitsumfeld kennen

Stellen Sie sich jedem vor, mit dem Sie zu tun haben werden. Oder lassen Sie sich vorstellen. Denken Sie dabei daran, dass der erste Eindruck zählt. Achten Sie auf eine gepflegte Erscheinung und einen festen, selbstbewussten Händedruck.

Merken Sie sich so viele Namen wie möglich. Bereiten Sie sich – falls Ihnen die Namen Ihrer Mitarbeiter:innen schon vorliegen – schon morgens darauf vor. Wiederholen Sie jeden Namen bei der Vorstellung, zum Beispiel indem Sie sagen: „Schön Sie kennenzulernen, Frau Bergmann!“ Natürlich haben Sie sich wichtige Namen, etwa den des Geschäftsführers oder Ihres Vorgesetzten, bereits vorab eingeprägt, um an Ihrem ersten Tag nicht in eine peinliche Situation zu geraten.

Als Führungskraft halten Sie möglichst eine Antrittsrede. Die sollte von Herzen aber nicht „frei von der Leber weg“ gehalten werden. Präsentieren Sie sich Ihren neuen Mitarbeiter:innen gut vorbereitet. Denn sie dient in erster Linie dazu, Vertrauen aufzubauen. Fokussieren sie sich zunächst auf Ihre Person, statt sofort Ihre konkreten Umbaupläne zu offenbaren. Anstatt Ihren beruflichen Werdegang bis ins Detail darzulegen, empfiehlt es sich dabei, Ihre menschliche Seite zu präsentieren. So sammeln Sie leichter Sympathiepunkte und bieten den neuen Kolleg:innen einen einfachen Gesprächseinstieg.

Sie wollen einen Einstand geben? Erkundigen Sie sich rechtzeitig, ob im neuen Unternehmen überhaupt Einstände gefeiert werden und in welcher Form (Frühstück, Kaffee und Kuchen, etc.).

2. Finden Sie heraus, was von Ihnen erwartet wird

Die Job- oder Stellenbeschreibung, auf deren Basis Sie sich beworben haben, und den Arbeitsvertrag, den sie unterschrieben haben, haben Sie auf der Suche nach konkreten Informationen und Hinweisen genau analysiert. Sie wissen ungefähr, was auf sie zukommt. Aber wie Ihre Aufgaben nun ganz konkret aussehen, erfahren Sie häufig erst bei Ihrem Einstieg. Suchen Sie daher – noch sind sie in der Orientierungsphase und jeder wird Ihnen gerne helfen „anzukommen“ – das Gespräch mit Vorgesetzten und Kolleg:innen. Stellen Sie gezielt Fragen, sodass Sie die Erwartungen, die an Sie gestellt werden, möglichst genau kennen.

3. Wahrnehmen und zuhören

Präsentieren Sie sich am ersten Tag nicht gleich als aktiv handelnde Führungskraft, die alles möglichst sofort umkrempeln will, sondern nehmen Sie zunächst einmal die Rolle des Beobachters ein. Während Sie Mitarbeiter:innen und Kolleg:innen über die Schultern schauen, erfahren Sie vieles über die vorhandenen Strukturen und Abläufe im Unternehmen. Verschaffen Sie sich einen genauen Überblick über den IST-Zustand. Diese Informationen sind eine gute Grundlage für Ihre Analyse. Je mehr Sie in Erfahrung bringen, desto besser können Sie später Anpassungen vornehmen.

4. Machen Sie sich Notizen

Ein neuer Job bedeutet vor allem: viel Neues. Zahlreiche neue Eindrücke, die Namen Ihrer Kolleg:innen und Mitarbeiter:innen, Input aus den verschiedensten Richtungen zu unterschiedlichsten Themen und Projekten. Alles wertvolle Informationen, die sie letztlich behalten und verarbeiten müssen. Es ist daher hilfreich, wenn Sie sie schriftlich festhalten. So rutscht nichts durch und Sie behalten den Überblick. Besorgen Sie sich vor Ihrem Start ein Notizbuch und machen Sie es sich zur Gewohnheit, während des Arbeitstages Notizen zu machen. Sie werden davon profitieren.

5. Gespräche mit dem Chef, den Mitarbeiter:innen und den Kolleg:innen führen

An den ersten Tagen sprechen Sie höchstwahrscheinlich auch mit Ihrem Chef. In diesem Gespräch haben Sie einiges zu klären, bereiten Sie sich also gut darauf vor. In Mitarbeiter:innen-Gesprächen haben Sie die Möglichkeit, erste Kontakte zu knüpfen und mehr über die Arbeit im Team zu erfahren. Mit Kolleg:innen zu sprechen ermöglicht Ihnen, ein stabiles Netzwerk aufzubauen.

6. Kümmern Sie sich um Formelles und beziehen Sie Ihren Arbeitsplatz

Sie benötigen Zugangscodes, Schlüssel oder ein Namensschild? In vielen Fällen liegen die wichtigsten Dinge schon für Sie bereit. Wenn nicht, verbinden Sie die Organisation mit einer Erkundungstour. Bei der Einrichtung des Arbeitsplatzes sollten Sie es nicht mit Fotos Ihrer Familie oder Dekoration übertreiben.

7. Zeigen Sie Respekt, um Respekt zu bekommen

Da Sie in Ihrer neuen Position noch nicht mit Leistungen glänzen konnten, sollten Sie beim Einstieg gegenüber der Leistung des Vorgängers bzw. der Mitarbeiter:innen, dem aktuellen Projektstand etc. auch respektvoll bleiben. Denken Sie daran, dass Sie sich die Loyalität und den Respekt Ihrer Mitarbeiter:innen und Kolleg:innen selbst erst noch erarbeiten müssen. Als Neuer alles besser zu wissen verunsichert und kommt nicht gut an.

Not-to-do: Das sollten Sie lassen

1. In blinden Aktionismus verfallen

Es ist noch nicht an der Zeit, große Veränderungen anzugehen. Warten Sie erst noch ein paar Wochen ab. Bis dahin ist Ihre einzige Aufgabe: Orientierung suchen und finden.

2. Arroganz

Achten Sie – trotz Nervosität und Anspannung – darauf, nicht arrogant bzw. „von oben herab“ aufzutreten oder zu wirken. Als der oder die Neue im Team müssen Sie sich erst einmal beweisen und die Kolleg:innen für sich gewinnen. Egal, wie die Aufgaben aussehen, die Ihnen zugewiesen werden, nehmen Sie sie an, bleiben Sie freundlich, geduldig und lächeln Sie.

3. Sich (schon) in Konflikte oder Probleme einmischen

Gleich am ersten Tag spüren Sie, dass es zwischen bestimmten Teammitgliedern heftig kriselt oder sehen irgendwo Verbesserungspotential. Doch noch ist nicht die Zeit gekommen, daran zu arbeiten. Das Risiko, hier noch entscheidende Aspekte zu übersehen, ist zu groß. Wenn Sie dennoch etwas dazu sagen möchten, dann fragen Sie vorher, ob es in Ordnung sei, wenn Sie Ihre Meinung zu einem bestimmten Thema äußern.

4. Gedanklich Fachkraft bleiben

Wenn Sie zur Führungskraft befördert werden, hilft es Ihnen nicht, wenn Sie weiter denken und arbeiten wie bisher. Von Ihnen wird erwartet, dass Sie umdenken! Machen Sie sich klar, was es heißt, eine Führungskraft zu sein. Nutzen Sie dazu gern auch unsere anderen Ratgeber.

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