Erfolgsfaktor Empathie

Empathisch zu sein bringt im Berufsalltag viele Vorteile mit sich.

Empathie ist eine wertvolle soziale Kompetenz. Es handelt sich um die Fähigkeit, die Emotionen und Stimmungen (sowie die zugrunde liegenden Handlungswünsche und Verhaltensmotive) anderer Menschen wahrzunehmen und die Fähigkeit, in angemessener Art und Weise auf das Wahrgenommene zu reagieren. Denn umso besser Ihre Empathie ist, desto angemessener können Sie als Fach- und Führungskraft auf die Menschen gegenüber eingehen. Zum Beispiel durch Hilfsbereitschaft, Mitleid oder unterstützende Gespräche.

Im Berufsleben profitieren Sie dabei sogar doppelt: Einerseits wird der Umgang mit Kollegen, Mitarbeitern und Vorgesetzten vereinfacht und das Konfliktpotential reduziert, andererseits erhöhen Sie Ihre individuellen Aufstiegschancen. Es ist erwiesen, dass empathische Führungskräfte erfolgreicher sind, denn sie können Mitarbeiter hervorragend motivieren.

Vorteile der Empathie im Berufsalltag

  • es entstehen weniger Konflikte
  • bestehende Konflikte lösen sich konstruktiver
  • Beziehungen und Teams entwickeln sich positiver
  • Aufstiegschancen und Verdienstmöglichkeiten verbessern sich
  • Gespräche und Meetings verlaufen befriedigender
  • individuelle Beliebtheit nimmt zu
  • Mitarbeiter und Kollegen lassen sich einfacher motivieren
  • Kunden sind zufriedener
  • das eigene Auftreten wird selbstbewusster

Die Grundlagen der Empathie

Empathie kann in verschiedenen Arten auftreten. Experten unterscheiden zwischen der emotionalen, der kognitiven und der sozialen Empathie. Doch was zeichnet diese Arten im Detail aus?

Bei der emotionalen Empathie geht es allein um die Gefühle, die Sie bei anderen Menschen wahrnehmen. Sie sind emotional empathisch, wenn Sie diese Gefühle – wie Freude oder Trauer – wahrnehmen und in sich selbst empfinden können. Emotionale Empathie nennen wir Mitgefühl. Bei der kognitiven Empathie sind Sie in der Lage, neben den Emotionen auch die Gedanken und Wünsche Ihrer Mitmenschen zu erkennen. Bei der sozialen Empathie verstehen Sie nicht nur Emotionen und Gedanken, sondern die umfangreiche Gesamtsituation. Dabei kommen verschiedenste Eindrücke zusammen. Wichtig ist aber nicht nur, Empathie zu haben, sondern auch entsprechend zu handeln: empathisch zu sein.

So zeigen Sie Empathie im Berufsalltag

Forscher haben entdeckt, dass sich die Geschlechter in Fragen der Empathie unterscheiden: Männer sind selektiver empathisch, Frauen allgemeiner. Das heißt, dass Frauen insgesamt deutlich empathischer reagieren können als ihre männlichen Kollegen. Aber auch wenn Sie vielleicht kein empathisches Naturtalent sind, können Sie empathisches Verhalten an den Tag legen. Dabei gilt, dass Sie die folgenden Ratschläge oft genug in der Arbeit anwenden, es damit aber nicht übertreiben. Sonst wirken Sie entweder desinteressiert oder verkünstelt.

Die wohl bedeutendste Art und Weise, mit der Sie Empathie zeigen, ist das Zuhören. Dabei erfahren Sie viel über das Innere Ihrer Gesprächspartner. Umso mehr (sinnvolle) Fragen Sie stellen, desto besser. Stellen Sie in wichtigen Gesprächen Ihr Gegenüber in den Mittelpunkt und geben Sie ihm damit das Gefühl, wertgeschätzt zu werden. Bei jedem Gespräch sollten Sie wohlwollenden und nicht zu starren Blickkontakt halten und auch Ihre Körpersprache geschickt einsetzen. Gestikulieren Sie in einem angemessenen Rahmen und wenden Sie sich Ihrem Gesprächspartner zu. So beweisen Sie, dass Sie aufmerksam sind und sich für Ihren Mitmenschen interessieren, wenn Sie das Gesagte Ihres Gesprächspartners noch einmal kurz zusammenfassen und gegebenenfalls noch einmal nachfragen.

Können Sie Empathie erlernen?

Bis auf wenige Ausnahmen sind alle Menschen fähig, empathisch zu sein. Wer es nicht von allein wird, kann gezielt daran arbeiten, diese Fähigkeit zu verbessern:

1. Verfeinern Sie Ihre Selbstwahrnehmung

Jeder Mensch benötigt eine gute Selbstwahrnehmung, um empathisch sein zu können. Menschen, die ihr Inneres wahrnehmen und ihr Verhalten verstehen, begreifen sich oft besser als jene Menschen, denen eine ausgeprägte Selbstwahrnehmung fehlt. Um die Selbstwahrnehmung zu verbessern, sollten Sie sich mit sich selbst beschäftigen, zum Beispiel durch regelmäßiges Reflektieren. Ein Tagebuch kann dabei helfen.

2. Verbessern Sie Ihren EQ, Ihre emotionale Intelligenz

Die emotionale Intelligenz ist die Fähigkeit, Emotionen bei sich und anderen realistisch wahrzunehmen, zu verstehen und zu verändern. Dazu benötigen Sie die bereits erwähnte Selbstwahrnehmung, aber auch das Wissen über das Wesen der Emotionen ist notwendig. Wissen Sie zum Beispiel, dass es einen Unterschied zwischen einer kurzfristigen Emotion und einer länger andauernden Stimmung gibt? Oder wie Ihr Körper auf bestimmte Emotionen wie Stolz reagiert? Haben Sie sich schon einmal mit den Handlungen auseinandergesetzt, zu denen Sie Emotionen für gewöhnlich motivieren? Und ist Ihnen bewusst, dass gewisse Emotionen häufig ganz bestimmte Folgeemotionen auslösen?

Informationen hierüber finden Sie in der umfangreichen Literatur zu diesem Thema. Um den EQ zu verbessern, helfen Ihnen aber auch diverse kostenlose Webseiten. Tipps, die emotionale Intelligenz zu steigern, finden Sie unter anderem auf Zeit zu leben. Auch der Blog myMonk hat sich des Themas angenommen und thematisiert umfangreich, wodurch sich emotional intelligente Menschen auszeichnen.