Management Circle (Phase 4): Die Entscheidung

So treffen Sie Entscheidungen, hinter denen Sie fest stehen.

Auf die dritte Phase im Management Circle, die Planungsphase, folgt unmittelbar Phase 4: die Entscheidung. Sie wissen im Optimalfall bereits, wie das Unternehmen zur Zeit aufgestellt ist, welche Ziele Sie erreichen wollen und welche Optionen Ihnen zur Verfügung stehen. Nun müssen Sie nur noch die Entscheidung treffen, für welche Sie sich entscheiden. Aber wie?

Blicken Sie vor jeder Entscheidung noch einmal zurück

Eine Entscheidung zu treffen kann eine Herausforderung sein. Vor allem, wenn es um ein wichtiges Projekt oder viel Geld geht. Bedeutende Entscheidungen sollten daher nicht einfach aus dem Bauch heraus getroffen werden. Denn neben der Möglichkeit zu scheitern, werden Sie eventuell auch mit starken Zweifeln konfrontiert sein, wenn Sie im Management Circle nicht exakt vorgehen. Unterschätzen Sie diesen Faktor nicht! Sie müssen fest hinter Ihrer Entscheidung stehen, denn das wird ein wesentlicher Faktor für Ihren Erfolg sein. Doch was ist dafür notwendig?

Lassen Sie das vorliegende Problem, das Sie lösen möchten, noch einmal detailliert Revue passieren. Setzen Sie sich ein weiteres mal ehrlich mit den bisherigen Ergebnissen aus Analyse, Zielsetzung und Planung auseinander. Prüfen Sie, ob alle Daten korrekt zusammengetragen wurden und ob die Ziele auch wirklich erreichbar sind. Checken Sie, ob alles wirklich nachvollziehbar zueinander passt und ob das Vorgehen wirklich auf das vorliegende Problem zugeschnitten ist. Sie können auch wie ein lösungsorientierter Mathematiker an die Sache herangehen und gezielt nach Widersprüchen und Ungereimtheiten suchen.

Umso wichtiger Ihre Entscheidung ist, desto besser sollten Sie sich mit den zusammengetragenen Daten auskennen. Nehmen Sie sich die Zeit! Machen Sie nicht den Fehler, eine Entscheidung unter Zeitdruck zu fällen. Denn das Risiko, dass Sie dabei einen bedeutenden Faktor ausblenden, ist groß. Auch wenn die Entscheidung drängt, weil das Projekt endlich umgesetzt werden soll, sollten Sie Hektik vermeiden. Eine erstklassige Vorbereitung kann Ihnen eine Menge Zeit sparen!

Nutzen Sie Entscheidungstechniken

Entscheidungen haben Konsequenzen. Nicht immer sind diese überschaubar, so dass Ihnen manchmal nichts anderes übrig bleiben wird, als mittels Wahrscheinlichkeiten die Risiken abzuschätzen. Nutzen Sie dafür die folgenden Techniken.

1. Entscheidungsmatrix

Geeignet für: Entscheidungen mit vielen Optionen

Erstellen Sie auf dem Papier eine Tabelle. Die Spalten beschriften Sie mit den Ihnen zur Verfügung stehenden Optionen. Die Zeilen füllen Sie anschließend mit den Kriterien, die Sie zur Entscheidungsfindung zugrunde legen möchten. Welche Optionen und Kriterien könnten das sein? Nun, für unser fiktives Verpackungsunternehmen, das über nachhaltigere Verpackungsmaterialien entscheiden möchte, könnte das Ganze so aussehen:

Optionen: biologisch abbaubare Kunststoffe, recycelte Materialien, usw.
Kriterien: Beschaffungskosten, Auswirkungen auf das Image, Verfügbarkeit, usw.

Nun gehen Sie Spalte für Spalte vor und benoten die einzelnen Kriterien für die jeweiligen Optionen. Sie können dazu klassische Schulnoten vergeben oder andere Bewertungssysteme nutzen, zum Beispiel Smileys oder eine Skala von eins bis zehn. Sie können auch jederzeit zurückgehen und die bereits benoteten Kriterien überarbeiten, wenn Ihnen beim Vergleich der einzelnen Kriterien für eine Option eine Überarbeitung angemessen erscheint. Machen Sie das so lange, bis Sie alle Punkte realistisch benotet haben.

Der letzte Schritt ist, für jede einzelne Option eine Durchschnittsbewertung zu erstellen. Das geht mit Schulnoten und anderen Zahlenskalen am einfachsten. Sie addieren alle Noten einer Option zusammen und teilen Sie anschließend durch die Anzahl der Kriterien. So erhalten Sie eine neue Note, die Sie in eine letzte Zeile unterhalb der Tabelle notieren. Wenn Sie das für alle Optionen machen, erhalten Sie einen sehr guten Einblick über die Güte der Ihnen zur Verfügung stehenden Optionen.

2. Pro- und Contra-Liste

Geeignet für: Entscheidungen aller Art

Schreiben Sie eine gewöhnliche Pro- und Contra-Liste. Sie können es klassisch machen und nur das Pro und das Contra einer einzelnen Option gegenüberstellen. So sehen Sie auf einen Blick, ob die jeweilige Option eher Vorteile oder Nachteile bringt. Oder Sie orientieren sich an einer von Benjamin Franklin entwickelten Variante. Dabei schreiben Sie die Propunkte für alle Optionen in Spalten direkt nebeneinander. Franklin hat bei seiner Variante tatsächlich nur Propunkte betrachtet, daher sollten Sie sich trotzdem zusätzlich um die Contra-Punkte Gedanken machen. Diese Technik kann einen ersten Überblick verschaffen, doch oft reicht die Pro- und Contra-Liste nicht aus, um sich wirklich festzulegen.

3. Best-Case- und Worst-Case-Szenarien

Geeignet für: Entscheidung, bei der Sie bereits eine Option bevorzugen, aber noch unsicher sind, oder für Entscheidungen mit wenigen Optionen

Lehnen Sie sich zurück, schließen Sie Ihre Augen und malen Sie sich in Ihrer Fantasie aus, wie sich die jeweilige Entscheidungsoption auswirken würde. Was geschieht im besten Fall, wenn Sie die Option umsetzen? Und im schlechtesten Fall? Seien Sie dabei ruhig extrem und lassen Sie sich auch die absurdesten Entwicklungen durch den Kopf gehen. Es geht bei dieser Technik darum, dass Sie ein Gefühl für die mögliche Entwicklung bekommen. Danach werden Sie sich klarer darüber sein, was Ihr Bauchgefühl sagt. Damit ist diese Analyse eine gute Ergänzung zu den oben genannten vernunftsbetonten Techniken.

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