Fluktuation vermeiden

Wie Sie verhindern, dass Ihre besten Mitarbeiter gehen.

Gute Mitarbeiter mit den richtigen Skills und notwendigen Kenntnissen zu finden wird immer schwerer. Durch den akuten Fach- und Führungskräftemangel besteht ein zunehmendes Überangebot an potentiellen Arbeitgebern. Gut ausgebildete Mitarbeiter können sich heute aussuchen, wo sie arbeiten und den besten Angeboten folgen. In vielen Bereichen herrscht Vollbeschäftigung und die Konkurrenz schläft nicht, sondern versucht Ihre Leistungsträger für sich zu gewinnen. Mehr denn je gilt es daher jetzt die eigenen Leistungsträger zu halten, also Fluktuation zu vermeiden.

Denn sie kostet bares Geld. Einen guten Mitarbeiter zu verlieren verursacht einen z.T. enormen finanziellen Schaden: Allein die Kosten für das Recruiting eines passenden Nachfolgers sind erheblich. Aber auch die unproduktive Vakanz und die Einarbeitung des neuen Teammitglieds kosten Umsatz und Gewinn oder teure Zeit. Hinzu kommt, dass sich ein ständiges Kommen und Gehen von Mitarbeitern negativ auf die Moral und die Zufriedenheit der verbleibenden Kollegen auswirken.

Die Herausforderung für Sie als Fach- und Führungskraft ist es heute, Ihre Mitarbeiter zu halten. Das tun Sie am besten, indem Sie die Gründe für Fluktuation kennen. Und vermeiden. Natürlich können Sie kaum etwas machen, wenn Ihre beste Mitarbeiterin aus Liebe die Stadt verlassen will oder Ihr bester Mann aus familiären Gründen ausscheiden möchte. Aber vorgesetzte Fach- und Führungskräfte können viele Kündigungen ihrer Mitarbeiter verhindern. Wenn sie ihnen keinen Grund (mehr) dafür geben.

Neun Gründe für Fluktuation, die Sie als Vorgesetzter in der Hand haben

1. Zu hoher Workload. Permanent.

Jeder Mensch schafft nur ein bestimmtes Pensum an Arbeit bzw. ist bereit, dieses zu den gegebenen Konditionen für die Firma zu leisten. Dieses Pensum ist bei jedem Menschen individuell ausgeprägt und damit von Mitarbeiter zu Mitarbeiter verschieden. Wer als Führungskraft nicht auf die individuellen Grenzen seiner Mitarbeiter achtet und sie berücksichtigt, überfordert ggf. die Eine oder den Anderen. Das führt zu Frust und treibt Mitarbeiter mehr und mehr in die innere Kündigung. Auf die bei passender Gelegenheit die offizielle folgt. Dies insbesondere in Zeiten, in denen Work-Life-Balance für immer mehr Mitarbeiter eine immer größere Bedeutung hat.

2. Langeweile. Durch zu wenig oder die falsche Arbeit.

Auch eine dauernde Unterforderung führt zu Frust und kann sogar psychische Krankheiten nach sich ziehen. Mit unnötigen Konsequenzen für beide Seiten. Manchmal verursachen Führungskräfte das Problem, weil sie nicht wissen, wozu Ihre Mitarbeiter fähig sind. Manchmal trauen sich die Mitarbeiter nicht, aus der Routine auszubrechen. In beiden Fällen sind Sie als unterstützende Fach- und Führungskraft gefordert: Fördern Sie Ihre Mitarbeiter, indem Sie sie nicht mit den immergleichen Aufgaben betrauen, sondern Neues ausprobieren lassen und sie ermutigen, die eigene Komfort- und Kompetenzzone zu verlassen. Wichtig ist dabei, dass Ihre Mitarbeiter immer sicher sein können, dass Sie hinter ihnen stehen.

3. Fehlende Wertschätzung für gute Leistungen.

Jeder Mensch will für gute Leistungen gelobt werden. Auch intrinsisch motivierte Menschen freuen sich über ein anerkennendes "Gut gemacht!". Wertschätzung ist der Schmierstoff für Leistung. Bleibt sie aus, geht auch die Leistungsbereitschaft zurück: „Wofür denn eigentlich? Es wird ja doch nicht wahrgenommen.“ Achten Sie als Führungskraft also darauf, die Leistungen Ihrer Mitarbeiter wahrzunehmen und ihnen positives Feedback zu geben. Zeigen Sie Wertschätzung und haben Sie den Mut, besondere Leistungen auch besonders zu würdigen. Vorgesetzte, die alle Mitarbeiter – unabhängig von ihrer Leistung – gleichbehandeln, verscherzen es sich auf Dauer mit ihren Leistungsträgern.

4. Unzuverlässigkeit.

Stehen Sie zu Ihrem Wort. Und Ihren geplanten Terminen. Zeigen Sie als Fach- und Führungskraft, dass man sich auf Sie verlassen kann. In jeder Hinsicht. Versprechen sich nichts, was Sie ggf. nicht halten können. Denn in jedem dieser Fälle fühlen sich Ihre Mitarbeiter nicht ernstgenommen und werden ihnen kein Vertrauen schenken. Aber wo Vertrauen fehlt, können keine Hoch- oder Bestleistungen entstehen. In Konsequenz werden sich Ihre Leistungsträger dahin weiterentwickeln, wo ein entsprechendes Vertrauensklima herrscht.

5. Keine persönliche Beziehung zu den Mitarbeitern

Als Führungskraft müssen Sie natürlich keine Freundschaft zu jedem Ihrer Mitarbeiter ausbauen. Aber eine persönliche Ebene zu schaffen, die den ganzen Menschen wahrnimmt, hilft, um Fluktuation zu vermeiden. Denn Mitarbeiter, die ihre Vorgesetzten nicht oder nur flüchtig kennen und sich nur als „Nummer“ fühlen, haben weniger Ansatzpunkte, eine Bindung zu Firma und Chef aufzubauen. Darüber h

Noch kein Premium-User?

Jetzt kostenlos registrieren!

Ihre Vorteile

Individuell

Passende Karriere-Angebote für Ihre individuelle Karriere

Jetzt den nächsten
Karriereschritt machen
Exklusiv

Täglich über 1.500
Premium-Stellenangebote

Sofort alle Karriere-Optionen
auf einen Blick
Seriös

Premium Gehalts-Check für eine bessere Verhandlungsposition

Immer wissen,
was Sie wert sind
Hilfreich

Zugang zu wertvollem Karriere-Wissen

Jederzeit Zugriff auf
Experten Know-how
Garantierte Sicherheit

Gemäß schärfstem Datenschutzrecht