Kündingungsschutzklage

Kündigungsschutzklage

Sie halten die Kündigung in den Händen und können es noch immer nicht fassen. Nichts deutete darauf hin, dass sich das Management von Ihnen trennen wollte. Nun stehen Sie vor der Entscheidung, ob eine Kündigungsschutzklage sinnvoll ist und wenn ja, wie Sie in diesem Fall vorgehen und zu Ihrem Recht gelangen.

Die Kündigungsschutzklage ist ein effektives Mittel, mit dem Sie sich wehren und dem Kündigungsschreiben widersprechen können. Möchten Sie die Weiterbeschäftigung als Fach- oder Führungskraft erreichen, ist eine Klage nach § 4 KSchG in jedem Fall sinnvoll. Aber auch wenn die Kündigung unberechtigt und grundlos bei Ihnen eingegangen ist, können Sie sich wehren und mit einer Kündigungsschutzklage widersprechen. Dazu ist es nicht zwingend notwendig, dass Sie auf einen Rückweg an Ihren Arbeitsplatz klagen.

Die Kündigungsschutzklage: In diesen Situationen ist sie angebracht

Sie leisten gute Arbeit, sind mit Ihrem Job zufrieden und stehen vor einem existenziellen Desaster, als die Kündigung bei Ihnen eintrifft. An eine berufliche Veränderung haben Sie überhaupt nicht gedacht. Sie ziehen die Weiterbeschäftigung in Ihrem Unternehmen vor und erkennen keinen sichtbaren Grund für die durch das Management avisierte Trennung. Haben Sie den Anlass zur Kündigung nicht selbst verschuldet, ist eine Kündigungsschutzklage immer sinnvoll und kann Sie zurück an Ihren angestammten Arbeitsplatz bringen. Möchten Sie die Angelegenheit nicht auf sich beruhen lassen und sich mit Ihrer Entlassung abfinden, haben Sie das Recht zu klagen und sollten sich anwaltliche Unterstützung einholen. Für Ihre Klage ist eine Frist einzuhalten, bei deren Versäumnis der Widerspruch schwierig – wenn auch nicht unmöglich wird. Eine Kündigungsschutzklage empfiehlt sich, wenn einer der folgenden Punkte auf Sie und Ihre aktuelle Situation zutrifft:

– Sie wurden ohne Eigenverschulden und ohne ersichtlichen Anlass gekündigt.
– Die Kündigung beinhaltet Punkte, die nicht zutreffend und nachweislich falsch sind.
– Sie möchten sich mit dem Kündigungsschreiben nicht abfinden.
– Die Kündigung enthält formelle Fehler und / oder beachtet die gesetzliche Kündigungsfrist nicht.
– Sie haben nie eine Abmahnung erhalten und wurden sprichwörtlich „aus heiterem Himmel“ gekündigt.

In diesen und ähnlichen Fällen sollten Sie widersprechen und eine Kündigungsschutzklage vor ordentlichen Gerichten einreichen. In größeren Unternehmen mit einem Betriebsrat haben Sie die Möglichkeit, diesen zu Rate zu ziehen und das weitere Vorgehen mit ihm zu besprechen. Es gibt durchaus Fälle, in denen der Betriebsrat für eine Rücknahme des Kündigungsschreibens sorgen und Ihnen damit den juristischen Prozess einer Kündigungsschutzklage ersparen kann.

Auf das richtige Vorgehen kommt es an

Lesen Sie sich das Schreiben in Ruhe und mehrmals durch. Finden Sie Fehler, können Sie sich wehren und haben gute Erfolgsaussichten, wenn Sie die Kündigungsschutzklage einreichen. Die Beratung durch einen Anwalt sollte auch