Karriereplan
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Stufenmodell für den konkreten Karriereplan

Sie wollen weiter nach oben und Karriere machen. Die Frage ist: Wie gehen Sie am besten vor? Welche Schritte sollten Sie einplanen? Woran überprüfen Sie, ob Sie auf dem richtigen Weg sind? Hier hilft ein individueller Karriereplan, mit dem Sie Ihre beruflichen Ziele übersichtlich strukturieren und Ihre nächsten Karriereschritte schriftlich festhalten. Dazu stehen Ihnen mehrere Strategien und Methoden zur Auswahl:

Das Stufenmodell für den konkreten Karriereplan

Das sogenannte Stufenmodell ist die klassische Variante eines Karriereplans. Hier visualisieren Sie aufeinander aufbauend Stufe für Stufe ihrer Karriere. Diese Form der Planung eignet sich hervorragend, wenn Sie im Laufe der Zeit immer höhere Hierarchiestufen erreichen wollen. Dabei wird jeder Teilschritt in einem kleinen Kasten kurz und knapp benannt. Empfehlenswert sind dabei konkrete Formulierungen wie „Aufstieg in höhere Position mit Personalverantwortung nach zwei Jahren“ oder „Beförderung nach drei Jahren in Abteilung xy“. Durch die Verknüpfung mit einer zeitlichen Frist sind die Ziele verbindlicher, was für die dauerhafte Motivation von zentraler Bedeutung ist. Das Ergebnis eines Stufenmodells ist somit eine individuelle Karriereleiter, die Ihnen als langfristige Orientierung während Ihres Berufslebens dient. Bei der Definition der einzelnen Stufen sollten Sie immer „das große Ganze“ im Blick haben: Was möchten Sie beruflich in fünf, zehn und zwanzig Jahren erreicht haben? Die Antworten auf diese Fragen dienen Ihnen als Basis für die Zusammenstellung eines eigenen Stufenmodells. Die aufgeführten Stufen bringen Sie Ihrem großen Zielen immer einen Schritt näher, sodass Sie Ihren Fortschritt jederzeit messen und nachvollziehen können. Berücksichtigen Sie während der Planung auch, welche zusätzlichen Qualifikationen und Kompetenzen Sie für die die nächste Karrierestufe benötigen. Die jeweils notwendigen Weiterbildungen sollten Sie ebenfalls in den Plan integriert werden.

Flexible Karrierepläne mit der Mindmap-Methode für eine verbesserte Work-Life-Balance

Alternativ lässt sich die persönliche Karriereplanung in Form einer Mindmap abbilden: Bei dieser Methode wird auf eine lineare Strukturierung verzichtet, was mit einer höheren Flexibilität einhergeht. Das bedeutet konkret: Ihre Mindmap stellt eine Sammlung von Wünschen und Ideen in Bezug auf das Arbeitsumfeld, die Arbeitszeit, den finanziellen Verdienst oder auch die Familienplanung dar, die in Form von Kreisen dargestellt werden. Das Resultat ist somit ein Blatt voller beschrifteter Kreise, die durch Striche miteinander in Verbindung gesetzt werden. Durch unterschiedliche Kreisgrößen lassen sich den einzelnen Zielen aus dem privaten und beruflichen Lebensbereich verschiedene Prioritäten zuordnen. Demzufolge werden in der Mindmap nicht einzelne Teilschritte der Karriereleiter formuliert, sondern in Bezug zur Lebensplanung gesetzt. Die erstellte Mindmap fungiert folglich als Kompass für den beruflichen Aufstieg, ohne ein enges Korsett aus ganz konkreten Zielen zu schnüren. Beim Entwurf Ihrer eigenen Karriere-Mindmap sollten Sie unbedingt folgende Tipps beherzigen:

– beziehen Sie Ihre Familie in Ihre Überlegungen mit ein
– berücksichtigen Sie Ihre persönlichen Wünsche (arbeiten im Ausland, Selbstständigkeit etc.)
– beschränken Sie sich auf wesentliche Planungsinhalte, um die Übersicht zu wahren

Weil nur die wenigsten beruflichen Karrieren vorhersehbar sind und linear verlaufen, zeichnet sich eine Mindmap durch einen nahen Bezug zur Realität aus. Es bietet mehr Freiheiten und Ausweichrouten, während das Stufenmodell keinen Platz für berufliche Rückschläge lässt. Welche Methode besser geeignet ist, hängt aber vom persönlichen Charakter ab: Wer ohne klare Zwischenziele schnell die Orientierung und Motivation verliert, sollte das Stufenmodell nutzen. Wenn Sie hingegen maximale Flexibilität bevorzugen und den privaten Lebensbereich miteinbeziehen möchten, profitieren Sie von den Vorzügen einer Karriere-Mindmap.

Trotz aller Karriereplanung: Bleiben Sie flexibel

Der Karriereplan ist ein sinnvolles Tool, um die eigene Karriere Schritt für Schritt weiter voranzutreiben, da er Sie „zwingt“ konkrete Ziele zu formulieren und Ihnen so auf dem Weg hilft, zum richtigen Zeitpunkt den nächsten Schritt zu gehen. Aber: Wer sich zu hohe verbindliche Ziele steckt, läuft Gefahr sich selbst zu frustrieren und die eigenen Fähigkeiten infrage stellen. Aus diesem Grund sollten Sie sich auch bei der Verwendung des Stufenmodells einen gewissen Freiraum lassen. Im Optimalfall wird der Karriereplan so formuliert, dass er die eigenen Ambitionen darstellt und trotzdem realistisch ist. Durch dieses umsichtige Vorgehen vermeiden Sie den bekannten „Tunnelblick“, der Ihnen womöglich die Perspektive auf unvorhersehbare Chancen rechts und links vom Weg nimmt. Die generelle Empfehlung lautet somit: Bleiben Sie trotz Ihres Karriereplans offen und flexibel! Verstehen Sie Ihre Planung als grobes Gerüst und nicht als starren Wegweiser. Durch die Berücksichtigung individueller Vorstellungen und regelmäßige Anpassungen lässt sich der Nutzen eines solchen Plans optimieren. Durchhaltevermögen und Engagement bleiben aber trotz aller Planung die Grundvoraussetzungen, um den beruflichen Fortschritt realisieren zu können.