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Jobsuche – Wege zum Traumjob

Wenn es Zeit für den nächsten Karriereschritt ist und der jetzige Arbeitsplatz bzw. Arbeitgeber keine Möglichkeiten für einen beruflichen Aufstieg bietet, ist es Zeit zu gehen. Die Frage ist nur wohin? Wo und wie finden Sie eine Stelle, die zu Ihren Ansprüchen und Erwartungen passt? Dazu stehen Fach- und Führungskräften verschiedene Möglichkeiten bei der Jobsuche zur Verfügung.

Der Klassiker: Stellenanzeigen

Nach wie vor veröffentlichen potentielle Arbeitgeber ihre Stellenangebote in renommierten Wirtschaftszeitungen, (über)regionalen Tageszeitungen und branchenrelevanten Fachzeitschriften. Es macht also Sinn, diese regelmäßig zu scannen. Allerdings nimmt ihre Bedeutung ab und es gibt für Fach- und Führungskräfte effektivere Wege zum neuen Job.

Gehen Sie gezielt bei der Jobsuche vor

Suchen Sie sich alle Unternehmen Ihrer Branche heraus, die für Sie interessant sind. Die meisten Firmen haben heute – unabhängig von ihrer Größe – ein Karriereportal auf der Webseite, in dem (fast) alle gesuchten Positionen ausgeschrieben werden. Vielleicht ist aktuell eine passende Stelle für Sie dabei. Darüber hinaus können Sie in der Regel Ihr Profil dort initiativ einstellen, so dass Sie bei der nächsten passenden freien Stelle automatisch berücksichtigt bzw. informiert werden können.

Lassen Sie sich finden

Für Fach- und Führungskräfte sind branchenspezialisierte Personal- bzw. Karriereberater perfekte Anlaufstellen, um erfolgreich den nächsten Karriereschritt zu machen. Diese für Sie als Bewerber kostenlosen Dienstleister bieten Ihnen eine umfassende Beratung und Analyse der bundesweit zu vermittelnden freien Stellen. Hier müssen Sie sich nicht selbst um die Jobsuche kümmern, sondern lassen sich finden. Denn die Personalberater schlagen Sie potentiellen Arbeitgebern vor und koordinieren den gesamten Vermittlungsprozess für Sie.

Aktivieren Sie Ihr Netzwerk

Vielleicht kennt jemand jemanden, der jemanden wie Sie braucht. So ist das Abwerben von Topkräften durch bisherige Geschäftspartnern eine durchaus übliche Praxis. Das hat für Sie als Abgeworbener den Vorteil, dass Sie nicht in ein komplett unbekanntes Unternehmen einsteigen. Man kennt sich durch eine intensive Zusammenarbeit bereits persönlich und ist fachlich mit dem neuen Unternehmen vertraut. Allerdings darf durch den Seitenwechsel eine weitere Zusammenarbeit zwischen den Unternehmen nicht gefährdet werden. Achten Sie also bei entsprechenden Angeboten bisheriger Lieferanten, Dienstleister, Kooperationspartner und Kunden darauf, dass eine Lösung im Interesse aller Beteiligten gefunden werden muss. Ansonsten lehnen Sie frühzeitig ab.

Nutzen Sie Online-Stellenportale

Stellenbörsen wie experteer.de, Stepstone, XING, LinkedIn, etc. stehen Ihnen für eine digitale Stellensuche rund um die Uhr zur Verfügung. Auch das Stellenportal der Bundesagentur für Arbeit bietet vereinzelt gut dotierte Stellen für Fach- und Führungskräfte an. Nach einer Registrierung erhalten Sie Zugang zu den vakanten Stellen und haben so die Möglichkeit, Ihre Bewerbung direkt an das suchende Unternehmen zu übermitteln. Wenn Sie Ihr Bewerberprofil oder die gewünschte Position (je nach Plattform) hinterlegen, werden Sie von nun an automatisch über die neuesten Stellenangebote informiert.

Scheuen Sie sich nicht, interessanten Unternehmen Ihre Initiativbewerbung zu schicken. Auch wenn zur Zeit offensichtlich keine passende Stelle zu besetzen ist. Denken Sie immer daran: Nicht jede freie Stelle wird öffentlich ausgeschrieben, sondern bereits „vorher“ an einen passenden Kandidaten vergeben. Das könnten Sie sein. In jedem Fall machen Sie mit einer Initiativbewerbung auf sich aufmerksam. Machen Sie dabei deutlich, dass Sie nachhaltiges Interesse an einer Mitarbeit in dem Unternehmen haben und Ihre proaktive Bewerbung selbstverständlich auch für die Zukunft gilt.

Vom Mitarbeiter zur Führungskraft

Herzlichen Glückwunsch: Ihnen ist vor kurzem der Sprung vom Mitarbeiter zur Führungskraft gelungen. Auf Sie warten spannende Jahre, die Ihnen zahlreiche neue Herausforderungen bieten. Eine der schwierigsten unter ihnen ist es, einen neuen Umgang mit den alten Kollegen zu finden. Denn jetzt müssen Sie sich selbstbewusst in Ihrer neuen Führungsposition behaupten und auch mal ein Machtwort sprechen. Es liegt an Ihnen, ob Sie sich aus der alten Rolle lösen und mit Elan in die neue hineinschlüpfen können. Dieser Ratgeber soll Ihnen helfen, den Umstieg erfolgreich zu meistern.

Werden Sie sich über die Folgen Ihres Rollenwechsels bewusst

Machen Sie sich klar, dass Sie ab jetzt eine neue Funktion im Unternehmen übernehmen. Das bedeutet, dass sich nicht nur Ihre Aufgaben ändern, sondern auch Ihr Verhalten muss sich der neuen Rolle anpassen. Wo Sie zuvor noch mit Ihren Kollegen gemeinsam im Boot ruderten, dürfen Sie nun die Trommel schlagen und den Arbeitsrhythmus vorgeben. Sie werden innerhalb des Unternehmens anders wahrgenommen als vorher – insbesondere von den ehemaligen Kollegen. Wo früher freundschaftliche Nähe herrschte, entwickelt sich nun eventuell eine kühle Distanz. Diese ist aber notwendig und bringt Ihnen Vorteile. Die Einhaltung der Hierarchie hilft Ihnen, das Team zielstrebig zu lenken und kritisches Feedback äußern zu können.

Doch es liegt nicht nur an Ihnen, die Distanz konstruktiv zu formen, denn Ihre ehemaligen Kollegen beeinflussen das Geschehen ebenso. Möglicherweise werden Sie in der ersten Zeit nach der Beförderung skeptisch oder misstrauisch beäugt. Vielleicht schlägt Ihnen aufgrund des Aufstiegs sogar Neid entgegen. Da Sie aus der Belegschaft für die Führungsposition ausgewählt wurden und kein Quereinsteiger sind, werden sich einige Kollegen vielleicht die Frage stellen, warum nicht sie selbst aufsteigen durften. Andere werden Ihren Aufstieg in Frage stellen und anzweifeln, dass es Ihre individuelle Leistung war, die Sie emporgehoben hat. Besonders Frauen könnten sich schnell mit zweifelhaften Gerüchten konfrontiert sehen. Passen Sie also gut auf sich auf.

Die Veränderung ist nicht einfach – aber der hohe Schwierigkeitsgrad gehört dazu

Es hat für das Unternehmen große Vorteile, dass einem Mitarbeiter das Privileg der Führungsposition zugestanden wird und nicht einem Quereinsteiger. Denn Sie kennen das Unternehmen bereits und müssen nicht mehr eingearbeitet werden. Sie haben bewiesen, dass es Ihnen ernst mit dem Unternehmen ist. Nicht zuletzt haben Sie den Überblick über das wahre Potential Ihrer ehemaligen Kollegen. Sie kennen Stärken und Schwächen und werden im Optimalfall schon von Ihren Kollegen respektiert. Diese Vorteile machen Sie zu einem wahren Schatz. Denn nur die wenigsten Führungskräfte wissen so viel über das Team wie jemand, der selbst einmal Teil davon war.

Sie spielen also eine wichtige Rolle. Das Unternehmen darf sich glücklich schätzen, Sie zu haben. Sehen Sie das auch so! Seien Sie stolz auf Ihren Erfolg und treten Sie selbstbewusst in Ihren neuen Arbeitsalltag ein. Die Anfangsschwierigkeiten sind völlig normal. Jeder Aufstieg geht mit Reibung einher. Dafür genießen Sie Vorteile, wie ein höheres Einkommen. Und auch andere Führungskräfte mussten diese Erfahrung machen. Wichtig ist, dass Sie jetzt durchhalten und souverän mit dem Rollenwechsel umgehen. Wenn Sie unter dem Abstand zu Ihren ehemaligen Kollegen leiden, sollten Sie nicht zögern, sich von anderen Führungskräften einen guten Rat einzuholen. Ein Mentor, der im besten Fall selbst Aufsteiger im Unternehmen ist, kann Sie unterstützen.

Nehmen Sie die Führungsrolle an

Auch wenn die Anfangszeit eine emotionale Herausforderung für Sie darstellt: Ihnen bleibt nichts anderes übrig, als sich dem Team so früh wie möglich zu stellen. Denn nur, wenn Sie sich durchsetzen, sichern Sie sich Ihre Zukunft in der Führungsposition. In den ersten Tagen sollten Sie einfach beobachten, was passiert. Wirken Glückwünsche ehrlich? Werden Sie mit spitzen Bemerkungen konfrontiert? Freut sich das Team aufrichtig für Sie? Oder nimmt Sie niemand ernst? Auch wenn Sie dachten, dass Sie die Kollegen gut kennen: Es ist möglich, dass Sie nun ganz neue, schwierige Persönlichkeitszüge kennenlernen. Das alles sollten Sie als gegeben akzeptieren. Dann drängen Sie auf Veränderung.

So kommen Sie gut an

Nehmen Sie unangenehme Reaktionen nicht persönlich. Das Problem liegt bei den Mitarbeitern und nicht bei Ihnen. Warten Sie erst einmal ab. Die emotionalen Reaktionen könnten sich von ganz allein legen. Wenn nicht, müssen Sie definitiv eingreifen. Suchen Sie das (Einzel-)Gespräch mit schwierigen Team-Mitgliedern und konfrontieren Sie diese sachlich mit Ihren Beobachtungen. Kommunizieren Sie deutlich, dass Sie Konflikte dieser Art nicht hinnehmen und verlangen Sie einen anderen Umgang. Beachten Sie, dass Sie sich nicht für Ihren Aufstieg rechtfertigen müssen. Das Unternehmen steht hinter Ihnen, sonst wären Sie erst gar nicht befördert worden.

Ohne Führungserfahrung kann es Ihnen andererseits auch passieren, dass Sie viel zu streng auftreten und Ihren Mitarbeitern die Arbeitszeit dadurch sehr schwer machen. Mit diesem Verhalten möchten sich viele neue Führungskräfte schneller Respekt verschaffen. Das funktioniert aber leider nicht. Vermutlich verängstigen Sie Ihr Team nur und ruinieren über kurz oder lang die Motivation. Am Ende schaden Sie Ihrer eigenen Karriere. Damit Sie leichter in die neue Rolle schlüpfen, ist es besser, wenn Sie erst nach und nach typische Verhaltensweisen von Führungskräften etablieren.

Schulungen erleichtern den Umstieg vom Mitarbeiter zur Führungskraft

Falls Sie fürchten, dass Ihnen dieser komplexe Spagat nicht gelingt, lassen Sie sich schulen. Deutschlandweit werden diverse Seminare angeboten, die Sie professionell auf den Rollenwechsel vom Mitarbeiter zur Führungskraft vorbereiten. Seminare werden unter anderem vom TÜV Nord (https://www.tuev-nord.de/weiterbildung/seminare/Vom-Mitarbeiter-zur-Fuehrungskraft-Grundlagenseminar/) oder speziellen Akademien (u.a. https://www.die-akademie.de/) angeboten. Hier lernen Sie mehr über Führungsstile, Rhetorikkniffe und den erfolgreichen Rollenwechsel.

Umgang mit Stress

Anhaltender Stress kann zu psychischen und physischen Beschwerden führen. Mögliche Symptome sind Appetitlosigkeit oder übermäßiger Appetit ebenso wie Schlaflosigkeit, Übermüdung und Kopfschmerzen, zu denen Begleiterscheinungen wie Frustrationsgefühle und Verzweiflung hinzukommen können.

Doch wie entsteht Stress eigentlich, lässt er sich messen und was können Sie tun, um Überforderung zu vermeiden und einen besseren Umgang mit Stress zu erlernen? Das sind nur einige der Fragen, die stressgeplagte Menschen beschäftigen. Wir geben Antworten.

Stress ist nicht gleich Stress: Eustress und Disstress

In Stresssituationen werden vermehrt Hormone produziert, nämlich Adrenalin und Kortisol, die den Körper in Alarmbereitschaft versetzen. In dieser Phase steigt der Blutdruck an. Früher war das Wegrennen oder Kämpfen in Stresssituationen eine Art Ventil, das heutzutage weggefallen ist. Nach Stresssituationen ist es wichtig, dass auf die Anspannungsphase eine Entspannungsphase folgt, in der die Situation entschärft wird. Das bedeutet, dass Häufigkeit, Dauer und die persönliche Bewertung der jeweiligen Situation darüber entscheiden, in welchem Maß Stress negativ erlebt wird. Proportional zu der als negativ empfundenen Stresssituation steigt auch die Gefährdung der eigenen Gesundheit.

Grundsätzlich wird zwischen Eustress, dem „guten Stress“ und Disstress, dem „negativen Stress“ differenziert.

Es ist der über einen längeren Zeitraum andauernde Disstress, der zu einem Burnout führen kann. Verursacht wird Disstress durch den von außen kommenden und auch selbst auferlegten Zeitdruck und Leistungsdruck, so dass er immer als Belastung wahrgenommen wird.

Im Gegensatz dazu wird der Eustress regelmäßig nicht als Belastung empfunden. Werden bestimmte Aufgaben mit Leidenschaft und Freude, aber unter Zeitdruck erledigt, handelt es sich um Eustress. Auch Eustress ist eine Form des Stresses, wird jedoch vom Betroffenen nicht als solcher empfunden.

Stressige Situationen: die Entstehung von Stress – das sind die Warnsignale

Die Ursachen für Stress finden sich im sozialen und persönlichen sowie im beruflichen Umfeld und schlummern auch in der Persönlichkeit jedes Einzelnen. Es beginnt beim täglichen Pendeln zwischen Wohnung und Arbeit oder im Verkehrsstau und mündet in einen „stressigen“ beruflichen Alltag oder mit Kindern zuhause oder gar beides. Ständig klingelt das Handy, Sie werden von beruflichen E-Mails geflutet, eine Besprechung jagt die nächste und irgendwo dazwischen ist Ihre Arbeit angesiedelt. Da bleibt kaum Zeit für Phasen der Entspannung und für Freizeitaktivitäten. Ähnliches spielt sich auch zuhause ab, denn irgend etwas ist immer los, muss erledigt oder gelöst werden. Wenn Sie sich beobachten, werden Sie feststellen, dass es unterschiedliche Einstellungen und Denkmuster sind, die für ein unterschiedliches Erleben verantwortlich sind und die eine Art Antreiberfunktion innehaben. Ein Beispiel für typische Antreiberfloskeln sind Sätze wie „Ich muss es allen Recht machen, da ich sonst nicht beliebt bin“, „Ich muss diese Arbeit auch noch auf mich nehmen, um befördert zu werden“ oder „Lieber halte ich den Mund, sonst gerate ich auf den Schleudersitz“. Insoweit ist es für Sie wichtig, sich massiven Denkmustern zu entziehen, indem Sie für sich ein besonderes Mantra entwickeln, zum Beispiel „Ich bin ein wertvoller Mensch und weiß, was ich ertragen will und kann“, oder bestimmte Denkmuster auf Ihre Sinnhaftigkeit überprüfen.

Nachfolgend sind einige Stress-Symptome aufgeführt, die sich auf verschiedenen Ebenen manifestieren:

  • Körperliche Warnsignale für Stress können beispielsweise ein Engegefühl in der Brust, Herzklopfen, Herzstiche, Einschlafstörungen, chronische Müdigkeit, Atembeschwerden sowie Verdauungsbeschwerden und Magenschmerzen sein.
  • Zu den emotionalen Warnsignalen für Stress zählen unter anderem Hilflosigkeit, Nervosität, innere Unruhe, Versagensängste, Angstgefühle, Unzufriedenheit, Gereiztheit, Unausgeglichenheit und Lustlosigkeit.
  • Kognitive Warnsignale für Stress sind zum Beispiel häufige Fehler, kreisende Gedanken, Tagträume, Leistungsabfall, Albträume, Blackout, Grübeln und Konzentrationsstörungen.
  • Auch aus dem eigenen Verhalten lassen sich Warnsignale ableiten, unter anderem diese: Unregelmäßiges Essen, Fingertrommeln, Konsum von Medikamenten und Alkohol zur Beruhigung, Zittern, mit den Füßen scharren, aggressives und gereiztes Verhalten gegenüber anderen, nicht zuhören können und Kontakte schleifen lassen.

Unser Tipp: Sie können die körpereigenen Stress-Warnsignale anhand von Stresstests überprüfen, zum Beispiel auf

Stress reduzieren – 8 Tipps zum Umgang mit Stress

Wir haben verschiedene Tipps zusammengetragen, die Ihnen helfen, den Alltag zu entschleunigen und Stress ganz bewusst zu vermeiden oder zu reduzieren.

  • Überlegen Sie, ob es Möglichkeiten gibt, Ihren privaten oder beruflichen Alltag von Ballast zu befreien. Konzentrieren Sie sich auf das, was Sie ändern wollen und können.
  • Befreien Sie sich von negativen Denkmustern. Verschwenden Sie keinen Gedanken darauf, wie schrecklich oder schwierig etwas ist. Denken Sie daran, wie viel Sie bereits in Ihrem Leben geschafft haben und üben Sie sich in Dankbarkeit.
  • Versuchen Sie, sich weniger aufzuregen. Das gilt insbesondere für Kleinigkeiten. Holen Sie lieber tief Luft und konzentrieren Sie sich auf das Wesentliche.
  • Trainieren Sie einen effektiven Umgang mit Ärger, indem Sie Ärger in Gelassenheit umwandeln. Drücken Sie Ihre Bedürfnisse sachlich und ruhig aus und versuchen Sie, die hinter dem Ärger liegenden Konflikte zu identifizieren und das eigentliche Problem in einer ruhigen Atmosphäre zu klären.
  • Konzentrieren Sie sich auf sich und Ihre Bedürfnisse und nicht darauf, was gerade angesagt ist und im Trend liegt. Das beginnt bereits bei der Kleidung, die nicht wie eine zweite Haut sitzen muss. Arbeiten und denken können Sie nur dann, wenn Sie ausreichend Raum zum Atmen haben und um sich zu bewegen.
  • Lernen Sie, Ruhe auszuhalten. Für viele Menschen ist das ein Problem, und hier fängt der Stress bereits an. Stoppen Sie die permanente Geräuschkulisse und tun Sie einfach mal nichts. Genießen Sie den Moment der Stille. Nehmen Sie sich Zeit, die Natur um sich aufzunehmen und zu genießen und dem Vogelgesang zu lauschen.
  • Lernen Sie eine Entspannungsmethode: Es gibt verschiedene Entspannungsmethoden und andere Methoden, die Sie in unterschiedlichen belastenden Situationen wieder zurück in Ihre Mitte bringen. Dazu gehören die Muskelentspannung nach Jacobsen, autogenes Training ebenso wie Meditation, Yoga-Übungen und Qi Gong, um nur einige zu nennen.
  • Schaffen Sie sich Kraftquellen, um Reserven aufbauen zu können. Dabei sind Ihrer Kreativität keine Grenzen gesetzt. Die einen gehen laufen, schwimmen, radfahren oder klettern, während andere lieber in den Park gehen, um einen Baum zu umarmen, Freunde treffen oder einem Hobby nachgehen. Es gibt unzählige Möglichkeiten. Finden Sie heraus, was Ihnen Spaß macht, was Sie stabilisiert und Ihnen Kraft spendet.

Viel Erfolg!

So optimieren Sie Meetings

Das Meeting stellt in zahlreichen Unternehmen ein wichtiges Element der internen Kommunikation dar. Doch Meetings sind nicht immer so produktiv wie sie sein sollten. Nicht selten verstreicht die aufgewendete Zeit fast ungenutzt und geht dadurch verloren. Oder der Output ist trotz aller Diskussion nicht zufriedenstellend. Sie als Führungskraft können stark zur allgemeinen Verbesserung beitragen: Implementieren Sie eine hochwertige Meeting-Kultur! Hier finden Sie hilfreiche Tools, mit denen Ihnen das gelingt.

1. Termin, Teilnehmer und Themen

Einmal in der Woche kommen alle Mitarbeiter an einem Ort zusammen, um über allgemeine Entwicklungen zu sprechen? Schaffen Sie dieses Ritual als Führungskraft schnell wieder ab! Das einzige, worin diese schwammigen Treffen glänzen, ist der Austausch von Klatsch. Besonders am Freitagnachmittag kommt nur noch wenig Produktives dabei heraus. Denn dann freuen sich alle auf das Wochenende und sind weniger konzentriert. Auch wenn Rituale dieser Art schön sein können, letztendlich haben Sie nicht viel davon.

Was Sie zur Verbesserung beitragen können:

  1. Ein oder wenige Themen sorgen für den nötigen Fokus – formulieren Sie eine Agenda.
  2. Prüfen Sie vor jedem Meeting, ob das Thema nicht besser per E-Mail besprochen werden kann.
  3. Ein fester Termin lässt Raum zur individuellen Vorbereitung.
  4. Der Termin sollte günstig liegen.
  5. Es nehmen nur Mitarbeiter teil, ohne die sich das Thema nicht erörtern lässt.

Es ergeben sich folgende Vorteile:

Das Meeting ist produktiv, weil jeder weiß, worum es geht. Im Optimalfall sind alle vorbereitet – bestehen Sie darauf! Weil keine Teilnehmer anwesend sind, die mit dem Thema nichts zu tun haben, geht der Fokus nicht so leicht verloren. Durch den sorgfältig ausgewählten Termin sind alle besser bei der Sache und nicht so leicht ablenkbar. Nach dem Meeting ist noch ausreichend Zeit, um Notizen zu überarbeiten oder erste Arbeitsaufträge umzusetzen.

Tipp: Zu viel Gemütlichkeit bremst den Fokus. Manche Arbeitgeber lassen Meetings inzwischen im Stehen abhalten. Dadurch sollen die Teilnehmer das Gesprächsziel nicht so leicht aus den Augen verlieren.

2. Ziel festlegen

Genau wie die Begrenzung der Themen und Teilnehmer soll die Bestimmung eines festen Ziels dazu beitragen, dass die Besprechung produktiv ist. Das Ziel des Meetings unterscheidet sich nur geringfügig vom Thema. Es macht jedoch klarer, was eigentlich erwartet wird. Lautet das Thema des Meetings „Bindung von Kunde XY an das Unternehmen“, kann das Ziel die Bestimmung und das Festhalten konkreter Maßnahmen sein, oder die Verteilung der anfallenden Aufgaben.

Ziele müssen SMART sein, damit wir sie erreichen können. Als Führungskraft sollten Sie Wert auf SMARTe Ziele legen. SMART ist ein Akronym, dessen Buchstaben die folgende Bedeutung haben:

S: spezifisch (präzise Definition),
M: messbar (wann ist es erreicht?),
A: ansprechend (es muss vorteilhaft sein),
R: realistisch (es muss erreichbar sein),
T: terminiert (Zeitpunkt, an dem es erreicht sein soll).

3. Dauer des Meetings

Das sogenannte Parkinsonsche Gesetz lautet: „Arbeit dehnt sich in genau dem Maß aus, wie Zeit für ihre Erledigung zur Verfügung steht.“ Seien Sie sich als Führungskraft darüber bewusst, dass das auch für Meetings gilt. Ist von Vornherein klar, dass die Besprechung kein festes Ende besitzt? Sie können damit rechnen, dass es länger dauert als nötig. Prinzipiell lässt eine fehlende Zeitbegrenzung zu, dass das Programm nicht allzu straff durchgezogen wird.

Was Sie zur Verbesserung beitragen können:

  1. Überlegen Sie, wie viel Zeit das Meeting benötigt.
  2. Machen Sie in der Einladung klar, dass es keine Open-End-Veranstaltung wird.
  3. Erwarten Sie strikte Pünktlichkeit und Anwesenheit.
  4. Als Führungskraft sollten Sie die Zeit im Blick haben und moderieren.
  5. Akzeptieren Sie es, wenn die Zeit doch nicht reicht.
  6. Klären Sie Gründe für Zeitknappheit und passen Sie eventuell Ihre Anforderungen an.

Es ergeben sich folgende Vorteile:

Das Meeting dehnt sich nicht unkontrolliert aus. Die Mitarbeiter gehen fokussierter ins Gespräch und vermeiden überflüssigen Smalltalk. Durch die Zeitbegrenzung ist klar, dass zu einem bestimmten Zeitpunkt Ergebnisse erwartet werden. Bei großer Uneinigkeit kann die Entscheidung leichter errungen werden.

Achtung: Eine Zeitbegrenzung erzeugt natürlich Druck. Druck kann sich auch negativ auswirken. Bemessen Sie die Zeit für besondere Themen daher nicht zu knapp. Sie sollten kurze Pausen oder sogar längere Unterbrechungen einplanen. Wird das Meeting unterbrochen und auf einen anderen Tag verlegt, kann dies die Kreativität neu beflügeln.

4. Protokoll führen lassen

Ein Protokollant führt stichwortartig ein Protokoll. Darin werden alle wichtigen Erkenntnisse des Meetings festgehalten, zum Beispiel die namentliche Verteilung von Aufgaben, Fristen oder neue Ziele. Um Zeit zu sparen, kann das Protokoll direkt am Laptop geführt werden. Handschriftliche Notizen kosten Zeit und sind manchmal unleserlich. Das Protokoll wird im Anschluss an das Meeting überarbeitet und in einen Fließtext – oder falls es sich eher anbietet – in eine kurze, stichwortartige Zusammenfassung umgeschrieben. Die Ergebnisse werden an Mitarbeiter weitergeleitet und sauber archiviert, damit es jederzeit auffindbar ist.

Was Sie zur Verbesserung von Meeting-Protokollen beitragen können:

  1. Ernennen Sie einen Protokollanten.
  2. Fordern Sie hochwertige Protokolle.

Es ergeben sich folgende Vorteile:

Protokolle erleichtern den weiteren Projektablauf sowie spätere Recherchen.

5. Kurztipps zur Meeting-Kultur

  • Verlangen Sie konsequent Pünktlichkeit und Vorbereitung.
  • Etablieren Sie ein Smartphone-Verbot und Pausenregeln.
  • Verzichten Sie auf Statistiken oder Präsentationen – diese zählen zur Vorbereitung.
  • Lassen Sie jeden zu Wort kommen.
  • Fordern Sie stille Teilnehmer zum Mitmachen auf.
  • Belohnen Sie konstruktive Kritiker und nicht die dauernden Ja-Sager.
  • Bremsen Sie Teilnehmer, die nichts akzeptieren wollen.
  • Lassen Sie keine ausschweifenden Monologe zu.
  • Brechen Sie unproduktive Meetings konsequent ab.

6. Checkliste für effiziente Meetings

  • Agenda definieren
  • SMARTes Ziel bestimmen
  • Klärung per E-Mail möglich?
  • Meeting-Termin und Dauer festlegen
  • Ausgewählte Mitarbeiter einladen
  • Protokollanten ernennen
  • Meeting-Raum vorbereiten (Kontrolluhr, Protokoll-Laptop, …)
  • Meeting-Beginn: Regeln aufstellen
  • Währenddessen: Moderative Tätigkeit
  • Anschließend: Verbesserung anstreben, Protokoll kontrollieren

Selbstpräsentation im Bewerbungsgespräch

Die Selbstpräsentation im Bewerbungsgespräch ist ein besonderer Teil innerhalb des Bewerbungsverfahrens. Denn sie hat große Bedeutung für den Erfolg der Bewerbung. Schließlich gilt es, sich optimal zu präsentieren, so dass der Arbeitgeber gar nicht anders kann, als Sie einzustellen. Da die Selbstpräsentation so wichtig ist, gibt es nur einen Rat: Bereiten Sie sich sorgfältig vor.

Verzichten Sie auf die plumpe mündliche Wiedergabe Ihres Lebenslaufes

Vor Ihrer Einladung zum Bewerbungsgespräch haben Sie höchstwahrscheinlich eine vollständige Bewerbung inklusive Lebenslauf an den Arbeitgeber geschickt. Ihren detaillierten Werdegang kennt Ihr Gegenüber im Bewerbungsgespräch also bereits. Es besteht daher keine Notwendigkeit, alle Informationen mündlich wiederzugeben. Sie würden nur gähnende Langeweile auslösen und Ihre Einstellungschancen verringern. Beschränken Sie sich auf Informationen, mit denen Sie deutlich machen, dass Sie in die Stelle hineinpassen. In der Selbstpräsentation im Bewerbungsgespräch bieten Sie im Optimalfall nur eine knackige Zusammenfassung Ihres bisherigen Lebens an.

Die Vorbereitung der Selbstpräsentation

Das wichtigste Element einer guten Vorbereitung ist die Recherche. Arbeiten Sie aus der Stellenausschreibung heraus, was von den Bewerbern erwartet wird. Welche Qualifikationen werden verlangt? Sollten Sie Berufserfahrung oder besondere Skills mitbringen? Zusätzlich suchen Sie auf der Internetseite des Unternehmens, auf Karriereportalen, in Zeitungsartikeln und in sozialen Netzwerken Informationen über das Unternehmen. Machen Sie sich ein Bild davon, wie sich das Unternehmen präsentiert. Finden Sie Schnittstellen zu sich selbst und schätzen Sie ab, ob Sie in die Belegschaft hineinpassen.

Erarbeiten Sie das Bindeglied zwischen Ihrem Werdegang und der Stelle

Finden Sie heraus, was Ihre berufliche Vergangenheit mit der potentiellen Zukunft im Unternehmen verbindet. Besonders elegant wirkt es, wenn Ihre Präsentation mit einem scharfen Fazit über diese Schnittstellen abschließt. Um dieses Bindeglied zu finden, ist die bereits erwähnte Recherche im Vorfeld außerordentlich wichtig. Umso mehr Schnittstellen Sie in Ihrer Vorbereitung für das Bewerbungsgespräch finden konnten, desto mehr können Sie punkten.

Ich bin. Ich kann. Ich will.

Damit Sie in der Selbstpräsentation den roten Faden behalten, können Sie sich an dieses einfache Leitprinzip halten, das vielfach empfohlen wird. „Ich bin. Ich kann. Ich will“ führt Sie zielgerichtet durch die Vorstellung. Mit „Ich bin“ kommen Sie kurz auf die wichtigsten persönlichen Fakten zu sprechen: Nennen Sie Ihr Alter, Ihren Familienstand, Ihren höchsten Abschluss und Ihren derzeitigen Job sowie den Arbeitgeber. Falls Sie arbeitslos sind, nennen Sie stattdessen Ihren Arbeitslosenstatus. Diesen Teil können Sie als eine Art Einleitung verstehen.

Den Abschnitt „Ich kann“ nutzen Sie zur Darstellung Ihrer besonderen Fähigkeiten. Führen Sie Ihren auf eine höhere Ebene zusammengefassten Werdegang aus. Die wichtigsten Stationen und Arbeitgeber dürfen Sie dabei gern nennen. Außerdem können Sie mit konkreten Erfolgsbeispielen aus Ihrem Leben glänzen. Das könnte zum Beispiel ein abgeschlossenes Projekt sein. Mit „Ich will“ schließen Sie den Kreis schließlich mit Ihrem Fazit, indem Sie die Bindeglieder zwischen Ihrer Vergangenheit und der Zukunft im Unternehmen erläutern.

Zeigen Sie Persönlichkeit!

Da es in der Selbstpräsentation auch um das Kennenlernen geht, sollten Sie Persönlichkeit zeigen. Seien Sie nicht zu sachlich-distanziert, sondern geben Sie etwas von sich preis. Das könnte Ihr Humor oder Ihr Charme sein, den Sie in Ihre Ausführungen einfließen lassen. Bleiben Sie aber authentisch. Oder Sie erzählen über ein Hobby, ein Ehrenamt oder Ihrer Familie. Sie dürfen über Ihr Privatleben erzählen, jedoch sollten Sie nicht allzu tief darauf eingehen. Am Ende geht es immer noch um eine professionelle Zusammenarbeit und nicht um eine neue Freundschaft.

Umgang mit Lücken im Lebenslauf

Größere Lücken im Lebenslauf sind keine Schande. In Ihrer Selbstpräsentation sollten Sie Lücken ab drei Monaten von sich aus aufgreifen. Es geht nicht darum, dass Sie sich für diese Zeiten rechtfertigen. Stattdessen erklären Sie schlicht, was passiert ist. Geben Sie eine nachvollziehbare Begründung an. Konnten Sie vielleicht auch positive Erfahrungen aus einer schwierigen Zeit ziehen? So etwas kommt im Bewerbungsgespräch oft gut an, also gehen Sie gern darauf ein. Ihr ehrlicher Umgang mit Lebenslauflücken bringt Ihnen mehr Sympathiepunkte ein als würden Sie das Thema im Bewerbungsgespräch verschweigen wollen.

Dauer der Selbstpräsentation im Bewerbungsgespräch

Viele Menschen könnten stundenlang über sich erzählen. Andere halten sich lieber kurz und knapp. Doch wie lange darf die Selbstpräsentation im Bewerbungsgespräch dauern? Die optimale Länge beträgt nur etwa zwei bis drei Minuten. Je nach Arbeitgeber werden Sie auch aufgefordert, bis zu 15 Minuten über sich zu erzählen. Wer seine Vorstellung auf ein paar knappe Sätze reduziert oder in das andere Extrem verfällt und einen halbstündigen Monolog auf sich hält, vergibt eine wichtige Chance. Bei zu kurzen Präsentationen wirken Sie schüchtern, schlecht vorbereitet oder als fehle es Ihnen an Selbstbewusstsein. Wer zu lange redet, der wirkt maßlos, egoistisch und zu überzeugt von sich selbst. Finden Sie das Mittelmaß.

Allgemeine Tipps zum Schluss

Sprechen Sie laut und deutlich. Es ist besser, Sie reden etwas langsamer als Sie es sonst tun. Halten Sie die Zeitempfehlung ein und kosten Sie diese aus, indem Sie das Beste aus der Ihnen gegebenen Zeit machen. Reden Sie nicht ununterbrochen wie ein Wasserfall, falls Ihnen die Zeit zu kurz vorkommt. Lassen Sie ein paar kurze Sprechpausen zu, in denen das Gesagte sacken kann. Zur Vorbereitung gehört auch, dass Sie alle Fakten soweit zusammenfassen, dass Sie locker mit der Zeit auskommen. Im Vorfeld sollten Sie den kleinen Vortrag mehrmals zu Hause einüben. Dann können Sie überzeugende Sicherheit ausstrahlen.

Rückdelegation vermeiden

Als Führungskraft gehört Delegieren zu Ihrem Job. Das Delegieren von einzelnen Aufgaben versetzt Sie in die Lage, sich Ihren Führungsaufgaben oder anderen wichtigen Dingen widmen zu können.
Delegieren verschafft Ihnen Zeit. Doch immer wieder kommt es vor, dass Mitarbeiter übertragene Aufgaben an Ihren Chef zurückdelegieren. Was sind die Gründe für eine Rückdelegation und was können Sie dagegen tun?

Rückdelegation – was ist das?

Rückdelegation bedeutet in Ihrem Fall, dass ein Mitarbeiter die auf ihn übertragenen Aufgaben nicht selbst erledigt, sondern an Sie zurückgibt. Dann kommt es entscheidend darauf an, wie Sie als Vorgesetzter damit umgehen. Genau genommen haben Sie zwei Möglichkeiten: Sie erledigen die Aufgabe selbst. Das ist der Klassiker, hilft Ihnen aber nur kurzfristig. Die zweite Möglichkeit ist, dass Sie sich damit auseinandersetzen, welche Gründe und Ursachen es für das Verhalten Ihres Mitarbeiters gibt, und Sie dann die Ursachen lösen. Und damit das Problem der Rückdelegation.

Die „Gründe“ der Mitarbeiter und die Folgen

Mitarbeiter sind noch nicht einmal besonders erfinderisch oder kreativ, wenn es darum geht, Aufgaben an Vorgesetzte zurück zu delegieren. Zu den häufigsten Statements, mit denen Sie die Aufgaben wieder auf den Tisch bekommen sollen, gehören:

  • Ich bin im Moment voll ausgelastet.
  • Ich habe Wichtigeres zu tun.
  • Wann soll ich das denn alles machen?
  • Dazu fehlen mir zahlreiche Informationen.
  • Das kann ich nicht.
  • Das gehört nicht zu meinem Aufgabenbereich.
  • Dafür werde ich nicht bezahlt.
  • Dafür bin ich nicht ausgebildet.
  • Was passiert, wenn es schiefgeht?

In diesen Situationen kommt es maßgeblich auf Ihre Reaktion als Führungskraft an, ob Sie die Rückdelegation zulassen oder nicht. Denn wenn die gewünschte Entlastung durch Ihre Mitarbeiter immer wieder ins Leere läuft, hat das gravierende Folgen für Sie als Führungskraft:

  • Sie gelangen wahrscheinlich zu der Erkenntnis, dass Sie besser gleich alles selbst machen. Das ist ein Glaubenssatz, der Ihre Rolle und Funktion als Führungskraft schwächt.
  • Sie beginnen, zumindest einzelnen Mitarbeitern nichts mehr zuzutrauen. Das hat einen massiven Vertrauensverlust zufolge, der sich negativ auf das Klima und die Motivation im Team auswirkt.
  • Sie werden wahrscheinlich Aufgaben nur noch auf ausgewählte Mitarbeiter delegieren, mit der Folge, dass sich die nicht berücksichtigten Mitarbeiter zurückgesetzt fühlen, was den Nährboden für Mobbing bereitet.
  • Sie selbst geraten immer häufiger unter Zeitdruck, so dass Sie nicht mehr in der Lage sind, Ihren Führungsaufgaben gerecht zu werden.

So schaffen Sie die Gründe für eine Rückdelegation aus der Welt

Wenn an einen Mitarbeiter übertragene Aufgaben wieder auf Ihrem Schreibtisch landen, kann das auch an der Art liegen, wie Sie delegieren bzw. wie Sie Delegieren leben. Die gute Nachricht: Sie haben die Lösungen für das Problem „Rückdelegation“ selbst in der Hand:

  • Problem: Die Aufgabenstellung lässt viele Fragen offen.
    Lösung: Bringen Sie Ihren Mitarbeiter nicht in die Lage, immer wieder nachfragen zu müssen.
  • Problem: Die Aufgabe setzt sich aus mehreren Zwischenschritten zusammen. Der Mitarbeiter wurde angewiesen, jeden Zwischenschritt von Ihnen absegnen zu lassen.
    Lösung: Gewähren Sie Ihrem Mitarbeiter einen großzügig bemessenen Handlungsspielraum und Eigenverantwortung.
  • Problem: Die Aufgabenstellung ist so komplex, dass Ihr Mitarbeiter keine Chance hat, die Arbeit in vollem Umfang und in der vorgegebenen Zeit zu erledigen.
    Lösung: Teilen Sie die Aufgabe in mehrere Arbeitspakete oder setzen Sie einen realistischen zeitlichen Rahmen.
  • Problem: Der Vorgesetzte möchte den Mitarbeiter in seiner Arbeit unterstützen, schießt jedoch mit seiner Hilfe über das Ziel hinaus und bearbeitet die Aufgabe letztendlich selbst.
    Lösung: Beschränken Sie sich bei der Hilfestellung darauf, Vorschläge zu unterbreiten.
  • Problem: Dem Mitarbeiter fehlt es an Selbstbewusstsein, so dass er nur bis zu einem gewissen Grad in der Lage ist, die Aufgabe in der gewünschten Weise fertigzustellen.
    Lösung: Vermitteln Sie Ihrem Mitarbeiter glaubwürdig, warum Sie glauben, dass er für diese Aufgabe die richtige Besetzung ist.
  • Problem: Der Mitarbeiter fürchtet, die Aufgabe ohnehin nicht zufriedenstellend zu lösen, weil Sie als Vorgesetzter keinen Zweifel daran lassen, besser als Ihre Mitarbeiter zu sein.
    Lösung: Profilieren Sie sich nicht auf Kosten Ihrer Mitarbeiter, sondern führen und motivieren Sie!

Bereits an dieser Stelle ist gut zu erkennen, dass sich manche Führungskraft im Wettstreit mit den Mitarbeitern profiliert, anstatt sich ausschließlich um Führungsaufgaben zu kümmern. Als Führungskraft sind Sie der Kopf eines Teams und für dessen Arbeitsweise und Motivation sowie für die Ergebnisse verantwortlich. Eine Korrektur können Sie nur dann erzielen, wenn Sie Ihre Eigenverantwortung prüfen. Denn häufig spiegelt die Rückdelegation eine Schieflage in der Zusammenarbeit zwischen Mitarbeitern und Führungskraft wider.

Rückdelegation können Sie vermeiden, wenn Sie Aufgaben richtig delegieren

  • Sorgen Sie in einem Vieraugengespräch dafür, dass der Mitarbeiter erfährt und versteht, was von ihm erwartet wird, was er tun soll und warum. Erklären Sie Ihrem Mitarbeiter auch, warum Sie ihn für die Aufgabe ausgesucht haben.
  • Stellen Sie Ihrem Mitarbeiter alle notwendigen Informationen zur Verfügung beziehungsweise stellen Sie sicher, dass er Zugang zu allen Informationen und Mitteln hat, die die Voraussetzung sind für die Erledigung der Aufgabe. Das schließt auch den Zugang zu allen nötigen Kontakten mit ein. Versetzen Sie ihn so in die Lage, dass er nicht nach weiteren Informationen fragen muss, sondern direkt loslegen kann.
  • Nennen Sie gegebenenfalls alle zu erledigenden Zwischenschritte. Das hat den Vorteil, dass es zu keinen inhaltlichen Abweichungen kommt und dass der Mitarbeiter gezwungen ist, die Aufgabe und auch ihre Abwicklung klar zu strukturieren.
  • Benennen Sie den Arbeitsumfang und geben Sie eine Deadline für das gesamte Projekt oder auch für die Zwischenschritte vor.

Versucht der Mitarbeiter, die Aufgabe, aus welchen Gründen auch immer, an Sie zurück zu delegieren, stellen Sie ihm konkrete Fragen, zum Beispiel diese:

  • Welche Informationen benötigen Sie konkret von mir?
  • Welche Maßnahmen sind geeignet, Sie zu unterstützen?
  • Welche Arbeitsschritte haben Sie bislang unternommen, um die Aufgabe zu lösen?
  • Wie soll nach Ihrer Auffassung die Lösung aussehen?

Diese Fragestellungen unterstützen Sie dabei, die Aufgabe beim Mitarbeiter zu belassen und eine Rückdelegation zu vermeiden. Machen Sie gegebenenfalls Vorschläge, was Ihr Mitarbeiter versuchen könnte. Nur so geben Sie Ihrem Mitarbeiter die Chance, sich weiterzuentwickeln. Gleichzeitig stärken Sie Ihre Position als Führungskraft.

Richtig motivieren

Motivation spielt für die Leistungsfähigkeit von Arbeitnehmern eine große Rolle. Da liegt es nahe, dass Sie als Führungskraft einen positiven Einfluss ausüben möchten – besonders wenn Sie feststellen, dass die Motivation nachlässt. Motivationsforscher unterscheiden zwischen intrinsischer (d.h. der inneren) und extrinsischer (d.h. der äußeren) Motivation. Die intrinsische Variante ist stärker, sie lässt sich jedoch nur schwer beeinflussen. Auf die extrinsische Motivation können Sie hingegen direkt einwirken. Aber ist das auch immer vorteilhaft? Hier finden Sie bewährte Tipps, die Ihnen helfen, zielgerichtet Ihre Mitarbeiter zu motivieren.

1. Loben Sie aufrichtig

Ihre Mitarbeiter haben hervorragende Arbeit geleistet? Großartig! Freuen Sie sich nicht nur darüber, sondern sprechen Sie zeitnah ein aufrichtiges Lob aus. Bleiben Sie dabei authentisch. Sie sollten das Lob ernst meinen und nicht nur aussprechen, weil Sie sich mehr Motivation davon erhoffen. Wichtig ist auch, dass das Lob gezielt und von Ihnen persönlich ausgesprochen wird. Übermitteln Sie Lobesworte daher von Angesicht zu Angesicht und vergessen Sie nicht zu erwähnen, warum der Mitarbeiter gelobt wird.

2. Erkennen Sie Leistung an

Anders als beim Loben geht es hier mehr um eine anerkennende Haltung von langfristiger Natur. Mitarbeiter sollten wissen, dass sie geschätzt werden. Dazu zählen Achtungsbekundungen wie regelmäßiges Grüßen und Ihre allgemeine Gesprächsbereitschaft genauso wie ein offenes Interesse am Wohlergehen jedes einzelnen Mitarbeiters. Lassen Sie Ihre Mitarbeiter wissen, dass Sie Ihre Anwesenheit willkommen heißen. Ohne ehrliche Anerkennung können Sie nicht unbedingt auf Loyalität setzen.

3. Unterstützen Sie Ihre Mitarbeiter bei beruflichen Zielen

Viele Arbeitnehmer fürchten die berufliche Stagnation. Denn dadurch sind sie auf dem Arbeitsmarkt uninteressant und leicht ersetzbar. Zudem kann über kurz oder lang Langeweile aufkommen. Lassen Sie diese Entwicklung nicht zu und öffnen Sie Ihren Mitarbeitern Türen, um sie zu motivieren. Schulungen, Fortbildungen und Zusatzqualifikationen sind für viele Arbeitnehmer interessant. Sie müssen natürlich zum individuellen Profil passen. Dadurch motivieren Sie nicht nur, sondern das Unternehmen profitiert ebenfalls durch das zusätzliche Know-how.

4. Sorgen Sie für einen guten Teamzusammenhalt

Stellen Sie sich vor, Sie müssten sich jeden Tag zur Arbeit quälen, weil Intrigen, Mobbing und Lästereien an der Tagesordnung sind. Nicht besonders motivierend, oder? Erleichtern Sie also einen guten Teamzusammenhalt. Denn wer sich unter den Kollegen pudelwohl fühlt, den müssen Sie nur wenig von außen motivieren. Sensibilisieren Sie Mitarbeiter für negative Entwicklungen, achten Sie darauf, dass im Team konstruktiv miteinander gesprochen wird und gehen Sie gegen aufkeimende Konflikte vor. Der Teamzusammenhalt kann auch durch professionelle Teambuildings gestärkt werden.

5. Geben Sie Feedback

Wer motivieren will, der muss reden – am besten mit jedem persönlich. Laden Sie Ihre Mitarbeiter daher regelmäßig in Ihr Büro ein und geben Sie Ihnen unter vier Augen ein aufschlussreiches Feedback. Viele Arbeitnehmer erhalten zu wenig Feedback von ihren Vorgesetzten. Sie wissen nie genau, wo sie stehen und ob sie sich vielleicht verbessern können. Durch ehrliche Feedback-Gespräche vermeiden Sie destruktive Spekulationen.

6. Setzen Sie finanzielle Anreize

Auch ein Plus im Geldbeutel, ein Firmenwagen oder Sonderleistungen können Ihre Mitarbeiter motivieren. Doch beachten Sie Folgendes: Finanzielle Anreize haben oft nur sehr kurzfristige Auswirkungen auf die Motivation. Der Effekt kann genauso schnell verfliegen, wie er gekommen ist. Zudem gehören sinnvolle Gehaltserhöhungen in vielen Unternehmen sowieso zum guten Ton. Aus diesem Grund lehnen viele Unternehmen diese Form der Motivation ab.

7. Verschenken Sie kleine Aufmerksamkeiten

Erinnern Sie sich an Ihre Schulzeit? Vielleicht kamen Sie in den Genuss, dass ein Lehrer Ihrer Klasse Eis spendiert hat. Waren das nicht Glücksgefühle? Natürlich sind Sie heute älter und ein gewöhnliches Eis versetzt Sie nicht mehr in Freudentaumel. Doch sicher würden Sie sich trotzdem über diese freundlich gemeinte Aufmerksamkeit freuen. Denn es ist ein Zeichen der Wertschätzung. Warum also nicht den Mitarbeitern etwas Gutes tun? Es geht natürlich mehr um die Geste als um das Geschenk. Daher sind auch andere Aufmerksamkeiten effektiv, wie ein vorgeschobener Feierabend oder persönliche Glückwünsche zum Geburtstag.

8. Delegieren Sie Aufgaben an die richtigen Leute

Als Führungskraft haben Sie viel zu tun. Sie haben keine andere Wahl, als Aufgaben an Mitarbeiter zu delegieren. Dadurch entlasten Sie nicht nur sich selbst, sondern Sie motivieren auch Ihre Mitarbeiter. Das gilt vor allem dann, wenn die delegierten Aufgaben von höherer Bedeutung, also nicht unerheblich sind. Damit dieser Tipp seine volle Wirkung entfaltet, müssen Sie Ihre Mitarbeiter gut kennen. Sie sollten wichtige Aufgaben nur an diejenigen Mitarbeiter delegieren, für die die Aufgabe eine Herausforderung darstellt, aber gleichzeitig noch gemeistert werden kann.

9. Lassen Sie Mitarbeiter an Entscheidungen teilhaben

Sie treffen in Ihrem Arbeitsalltag zahlreiche Entscheidungen. Doch sind die Entscheidungen auch klug? Bitten Sie doch mal Ihre Mitarbeiter um ihre Meinung, wenn Sie das nächste Mal vor einer größeren Entscheidung stehen. Denn diese sind es, die die Folgen am ehesten ausbaden müssen. Fragen Sie Ihr Team um Rat – so zeigen Sie Ihr Vertrauen und erkennen die Leistung von Einzelnen an. Außerdem lässt sich durch diese einfache Maßnahme die Entscheidungsqualität verbessern. Übrigens: Wer bei wichtigen Entscheidungen Mitarbeiter miteinbezieht, kann sich in der Regel ihrer Unterstützung sicher sein.

10. Sagen Sie Danke

Danksagungen sind heute nicht mehr selbstverständlich. Viele Chefs denken, dass die Mitarbeiter doch schon genug Dank in Form des Jahresgehaltes erhalten. Doch damit machen sie es sich zu leicht. Einen Dank auszusprechen ist ein weiteres Zeichen der Wertschätzung und hilft, Ihre Mitarbeiter zu motivieren. Sie spüren dadurch, dass sie etwas Wertvolles zum Unternehmenserfolg beigetragen haben, und dass es nicht bedeutungslos ist, was sie tun. Sagen Sie also Danke, wann immer sich eine Gelegenheit dafür bietet. Ihre Mitarbeiter werden es zu schätzen wissen und eher dazu bereit sein, Ihnen ebenfalls zu danken.Ist Motivieren überhaupt sinnvoll?

Motivationsforscher bezweifeln, dass es überhaupt möglich ist, die Motivation von außen zu beeinflussen. Auch wenn Sie sich darum bemühen, kann Ihnen niemand den Erfolg garantieren. Es sollte Ihnen vielleicht mehr darum gehen, dem Mitarbeiter zu erleichtern, sich selbst zu motivieren. Auf dieser Basis finden Arbeitnehmer oft ihren eigenen Weg. Übrigens: Wer Motivation fördern will, der sollte vor allem die vorhandene Motivation der Mitarbeiter nicht zerstören. Was Sie auf jeden Fall vermeiden sollten, erfahren Sie in unserem zweiten Motivationsratgeber: Was Mitarbeiter ausbremst.

Protokoll schreiben – so geht es richtig

Protokoll schreiben ist ein unbeliebter Job. Aber notwendig, um getroffene Vereinbarungen zu dokumentieren und nachprüfbar festzuhalten. Und: Wenn Sie – oder Ihr Protokollant – die richtige Vorgehensweise beherrschen, ist die Protokollführung weit weniger anstrengend, als gemeinhin angenommen wird. Welche Arten von Protokollen es gibt, welche Vorbereitungen Sie treffen sollten, welche Inhalte ein Protokoll hat und wie die Nachbereitung funktioniert – das erfahren Sie hier!

Welche Arten von Protokollen gibt es?

Der Inhalt eines Protokolls orientiert sich daran, was protokolliert werden soll. Dabei kann es sich um ein Meeting, ein Gespräch, um eine Sitzung, um einen Vortrag oder um jede andere Art der Zusammenkunft handeln. Abgestimmt auf das, was protokolliert werden soll, werden verschiedene Arten von Protokollen unterschieden, das Wortprotokoll, das Verlaufsprotokoll und das Ergebnisprotokoll beziehungsweise Beschlussprotokoll.

Das Wortprotokoll

Bei einem Wortprotokoll stehen die Aussagen der Teilnehmer im Mittelpunkt. Der Zweck eines Wortprotokolls ist darauf gerichtet, dass der Verlauf einer Sitzung zu einem späteren Zeitpunkt anhand der Äußerungen der Teilnehmer nachvollzogen werden kann. Dabei kann es auf jedes Wort ankommen. Deshalb erfordert ein Wortprotokoll eine hohe Konzentrationsfähigkeit. Glücklicherweise sind Wortprotokolle in Unternehmen sehr selten.

Das Verlaufsprotokoll

Mit einem Verlaufsprotokoll zeichnen Sie den Verlauf eines Meetings nach, wobei es auf die Kernaussagen in kontrovers geführten Debatten oder Sitzungen ankommt. Ein Verlaufsprotokoll wird deshalb häufig in Gesprächen eingesetzt, in denen gegensätzliche Argumente ausgetauscht und Einwände vorgetragen werden.

Das Ergebnis- oder Beschlussprotokoll

Das Ergebnis- oder Beschlussprotokoll ist die Protokollart, die am häufigsten vorkommt. Darin werden Ergebnisse von Beschlüssen oder Diskussionen festgehalten. Der Zweck eines Ergebnisprotokolls ist, dass alle wichtigen Informationen übersichtlich im Protokoll zusammengestellt werden.

Ihre Aufgaben als Protokollführer/in vor und nach dem Meeting

Wenn es an Ihnen liegt, das Protokoll zu schreiben, ist es sinnvoll, vor einer Besprechung oder Sitzung bestimmte Vorarbeiten zu leisten. Dazu gehört, dass Sie die Themen, die im Meeting zur Sprache kommen, kennen. Lesen Sie sich dazu die einzelnen Tagesordnungspunkte durch und prüfen Sie, ob Sie mit den Inhalten vertraut sind. Sind Ihnen Themen nicht vertraut, besorgen Sie sich vorab Informationen beim Leiter des Meetings oder über das Internet. Notieren Sie sich vor dem Meeting die wichtigsten Schlagworte zu den einzelnen Tagesordnungspunkten.

Falls Ihr Unternehmen keine hat, entwerfen Sie eine Protokollvorlage, die es Ihnen leichter macht, die Inhalte oder Ergebnisse der Sitzung zu protokollieren und die Ihnen jederzeit den Einstieg ermöglicht, sofern Sie den Faden verloren haben. In der Protokollvorlage sind die Namen der Beteiligten, denen Sie jeweils ein Kürzel zuordnen, notiert sowie Ort, Datum und Uhrzeit des Meetings, das Thema, gegebenenfalls die Zielsetzung sowie der Name des Sitzungsleiters. Tragen Sie in die Vorlage die Tagesordnungspunkte ein, und bereiten Sie für jeden Tagesordnungspunkt ein separates Blatt vor. Kennzeichnen Sie die Teilnehmer, an die später das Protokoll verschickt werden soll.

Ist das Protokoll fertiggestellt, holen Sie vor der Versendung bei den Verantwortlichen die notwendigen Freigaben ein. Das fertige Protokoll sollte alle im Verteiler aufgeführten Personen innerhalb von drei Tagen möglichst zur gleichen Zeit erreichen. Sind alle Vorgänge abgewickelt, speichern Sie das Protokoll bei den Sitzungsunterlagen oder in einem dafür vorgesehen Ordner ab und heften es gegebenenfalls in Ihren Unterlagen ab.

Das Protokoll zeitnah schreiben

Oftmals findet bei einem Meeting eine Anwesenheitskontrolle statt. Dementsprechend vermerken Sie hinter jedem Namen, ob die betreffende Person anwesend ist oder fehlt. Werden die einzelnen Tagesordnungspunkte diskutiert, notieren Sie die jeweiligen Inhalte auf dem eigens dafür vorgesehenen Blatt Papier. Machen Sie sich stichpunktartige Notizen, die Sie auch hinterher noch entziffern und verstehen. Sollten Sie wichtige Inhalte nicht verstanden haben, fragen Sie spätestens nach Abschluss der Sitzung nach. Finden Abstimmungen statt oder werden Entscheidungen getroffen, vermerken Sie die Abstimmungsergebnisse. Da die Erinnerung noch frisch ist, sollten Sie das Protokoll direkt im Anschluss an das Meeting ausformulieren.

Die Anforderungen an ein gutes Protokoll

Es gibt bestimmte Anforderungen, die ein Protokoll erfüllen sollte: Die Inhalte müssen wahrheitsgemäß wiedergegeben werden, es muss vollständig sowie klar und verständlich formuliert sein.

Protokollieren Sie nur das, was tatsächlich gesagt und beschlossen wurde. Was selbstverständlich klingt, wird nicht immer eingehalten. Das kann auch daran liegen, dass Sie aufgrund einer turbulenten Sitzung den Überblick verloren haben und deshalb wichtige Punkte vergessen. Es kann aber auch passieren, dass Sie inhaltlich nicht folgen können und deshalb ihre eigenen Gedanken zu Papier bringen, die nicht mit den Inhalten des Meetings übereinstimmen. Markieren Sie diese Stellen und fragen Sie anschließend bei Ihrem Ansprechpartner und Teilnehmer im Unternehmen nach, ob Sie den Inhalt richtig verstanden haben. Diese Schwierigkeiten verdeutlichen, warum eine gute Vorbereitung notwendig und wichtig ist. Das gilt umso mehr, je schwieriger die auf dem Meeting besprochenen Sachverhalte sind.

In einem Protokoll sollte es Ihnen gelingen, alle wichtigen Inhalte schriftlich festzuhalten. Nicht immer werden Sie während einer Sitzung in der Lage sein, Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden. Dann schreiben Sie lieber ausführlicher mit und entscheiden erst beim Ausformulieren des Protokolls, welche Inhalte tatsächlich relevant sind. Markieren Sie die Stellen, an denen Sie Zweifel haben, sofort.

Formulieren Sie das Protokoll in einer unmissverständlichen und klaren Sprache. Schreiben Sie kurze und prägnante Sätze und vermeiden Sie Schachtelsätze. Strukturieren Sie den Aufbau, indem Sie zum Beispiel bei konträren Meinungen die jeweiligen Thesen der Befürworter und Gegner festhalten. Ansonsten folgt das Protokoll inhaltlich dem Verlauf des Meetings.

Lesen Sie sich das Protokoll nach Fertigstellung noch einmal sorgfältig durch und lassen Sie es gegebenenfalls von einer dritten, Ihnen vertrauten Person gegenlesen, bevor Sie es zur Freigabe vorlegen. Natürlich ist es auch möglich, dass Sie auf den Papierkram verzichten und mit einem digitalen Endgerät, zum Beispiel einem Notebook oder Tablet, das Protokoll schreiben, sofern das erlaubt und möglich ist. Die Vorgehensweise bleibt dieselbe.

Die wichtigsten Tipps für einen überzeugenden Lebenslauf

Das Curriculum Vitae (CV) gehört zu den grundlegenden Bestandteilen einer aussagekräftigen Bewerbung. Bei der Erstellung gilt es jedoch, eine ganze Reihe von verschiedenen Aspekten zu beachten, um die Personaler von sich zu überzeugen. Dabei geht es unter anderem um den formalen Aufbau und den zielführenden Einsatz von CV-Vorlagen. Folgend erhalten Sie einen umfassenden Überblick zu allen relevanten Teilbereichen und konkrete Tipps für Ihren individuellen Lebenslauf.

Grundlegende Informationen zum formalen Aufbau

Der formale Rahmen des CV ist die unverzichtbare Basis für eine stilsichere Bewerbungsmappe: Von zentraler Bedeutung ist dabei ein einheitliches Layout, das einen seriösen und hochwertigen Eindruck vermittelt. Zu diesem Zweck sollten Sie den gesamte Lebenslauf in einer identischen Schriftart gestalten. Auch die Anzahl von verschiedenen Schriftgrößen gilt es auf ein Minimum zu reduzieren. Darüber hinaus empfiehlt sich eine Begrenzung auf maximal zwei Seiten, sodass eine gute Übersichtlichkeit sichergestellt ist.

Was gehört rein und was nicht?

Zu einem vollständigen Lebenslauf gehören in erster Linie umfassende Angaben zur Ausbildung und zum beruflichen Werdegang. Neben den verschiedenen Berufsstationen sollten im CV auch ergänzende Zusatzqualifikationen aufgeführt werden. Die Auflistung von persönlichen Interessen ist nur dann empfehlenswert, wenn diese Angaben einen direkten Bezug zum jeweiligen Berufsfeld haben. Grundsätzliche Angaben wie der vollständige Name, Geburtstag, Adresse und Familienstand sind aber eine Selbstverständlichkeit in jedem CV. Informationen zum Beruf der Eltern, persönliche Kommentare oder Gehaltsvorstellungen sind im Lebenslauf hingegen fehl am Platz.

Der richtige Umgang mit Lücken im Lebenslauf

Mit einem lückenlosen CV können Sie Ihre Chancen auf die ausgeschriebene Stelle deutlich steigern. Falls sich in der eigenen Vita aber Unterbrechungen finden, sollten Sie diese Lücken keinesfalls durch falsche Angaben kaschieren. Im Idealfall gehen Sie mit den Unterbrechungen offen um, ohne die eigene Professionalität und Zuverlässigkeit infrage zu stellen: Eine mehrmonatige Zeit ohne Festanstellung kann beispielsweise als Phase einer beruflichen Neuorientierung oder eigenständiger Weiterbildung aufgeführt werden. Wer wegen Krankheit über einen längeren Zeitraum hinweg nicht beschäftigt war, sollte ebenfalls keine Geschichten erfinden und diese Situation klar benennen.

Wissenswertes zu Anlagen und Vorlagen

Anlagen dienen als Nachweise für die im Lebenslauf aufgelisteten Qualifikationen und Berufsstationen. Bei der Zusammenstellung der zugehörigen Dokumente müssen Sie aber nicht jede einzelne Angabe belegen: Wenn zum Beispiel der Nachweis eines abgeschlossenen Hochschulstudiums erbracht wird, ist die zusätzliche Kopie vom Abiturzeugnis überflüssig. In Bezug auf Praktika und Weiterbildungen sind Anlagen in der Regel nur dann sinnvoll, falls ein direkter Bezug zur entsprechenden Stellenbeschreibung vorhanden ist. Wer sein CV nicht eigenständig verfassen will, kann zudem auf vorgefertigte Muster zurückgreifen: Mit professionellen Vorlagen lässt sich der Zeitaufwand reduzieren und formale Fehler werden verhindert. Die zugehörigen Dokumente finden Sie im Internet auf allen großen Karriereportalen. Zusätzlich können Sie die Struktur und die inhaltliche Vollständigkeit Ihres Lebenslaufs direkt online überprüfen lassen. Die entsprechenden Anbieter kontrollieren das gesamte CV unter Berücksichtigung aktueller Anforderungen von Personalern.

Tipps zum Foto in Ihren Lebenslauf

Viele Bewerber stellen sich die Frage, ob sie ihren Lebenslauf mit einem Bild ergänzen sollen oder nicht. Grundsätzlich ist ein Foto die perfekte Gelegenheit, um das CV mit einem persönlichen Eindruck zu vervollständigen. Damit das Bild eine positive Wirkung hat, müssen aber unterschiedliche Kriterien erfüllt sein: Dazu gehört zum Beispiel ein angemessener Kleidungsstil, der zur ausgeschriebenen Stelle passt. Des Weiteren sollte unbedingt auf Blickkontakt zum Betrachter und einen neutralen Hintergrund geachtet werden. Außerdem muss ein solches Bewerbungsfoto eine hohe Bildqualität aufweisen. Verpixelte Aufnahmen sind ein echtes No-Go. Bei der Befestigung des Fotos sollten Sie nicht auf eine Büroklammer zurückgreifen, sondern einen Klebstift verwenden bzw. das Foto digital in das CV integrieren: Achten Sie bei der Bearbeitung am Laptop oder Computer unbedingt darauf, dass Sie Ihr Bild nicht verzerren und korrekt in der rechten oberen Ecke des Lebenslaufs positionieren.

Ergänzende Hinweise für Ihren professionellen Lebenslauf

Neben Feinheiten wie dem zielführenden Umgang mit Lücken im Werdegang dürfen auch grundlegende Aspekte wie Rechtschreibung und Grammatik nicht vernachlässigt werden: Personaler fallen selbst kleinste Fehler auf, was die Wichtigkeit eines einwandfreien Stils zusätzlich unterstreicht. Weiterführend sollten Sie im Lebenslauf auf Abkürzungen, Smilies oder sonstige Spielereien verzichten, um stets einen seriösen Eindruck zu wahren. Die folgende Liste beinhaltet nochmal alle wichtigen Hinweise zum CV:

  • verfassen Sie einen vollständigen Lebenslauf auf maximal zwei Seiten
  • verzichten Sie auf irrelevante Angaben und Anhänge
  • gehen Sie mit Lücken im Lebenslauf offen und ehrlich um
  • nutzen Sie bei Bedarf professionelle Vorlagen und Kontrollen
  • verwenden Sie ein professionelles Foto

Wenn Sie die aufgeführten Hinweise und Tipps beherzigen, steht der Zusammenstellung eines professionellen Lebenslaufs nichts mehr im Wege! Viel Erfolg bei Ihren kommenden Bewerbungen!

Nebenjob als Angestellter

Der Artikel 12 Abs. 1 des Grundgesetzes weist auf eine Berufsfreiheit hin und beinhaltet, dass ein Nebenjob als Angestellter keiner generellen Untersagung obliegt. Eine generelle Genehmigung des Nebenjobs ist somit unnötig, sofern es sich nicht um eine unzulässige Nebenerwerbstätigkeit für Konkurrenten des aktuellen Arbeitgebers handelt. Dennoch hat ein verbeamteter oder leitender Angestellter erhöhte Sorgfalts- und Mitteilungs- sowie Interna-Schutzpflicht gegenüber dem Arbeitgeber. Der Nebenjob als Angestellter darf den Hauptberuf nicht beeinträchtigen. Aus diesem Grund müssen Sie sich auch mit zwei Jobs an die regulären Arbeitszeiten halten und in erster Linie für Ihren Arbeitgeber erreichbar sein. Tritt einer der aufgeführten Fälle ein, kann die weitere nebenberufliche Tätigkeit untersagt und durch Ihren Arbeitgeber mit den entsprechenden Gründen angemahnt werden.

Fakten zum Konkurrenzausschluss

Als leitender Angestellter stehen Sie in hoher Verantwortung gegenüber der Firma, in der Sie tätig sind. Es versteht sich daher von selbst, dass Sie bei einem Nebenjob als Angestellter nicht für einen Konkurrenten arbeiten oder als Selbständiger in Konkurrenz zu Ihrer Firma stehen. Konkret bedeutet das: Sie dürfen nicht die gleichen Leistungen, Beratungen oder Produkte anbieten. Bei direkter Konkurrenz zu Ihrem Hauptjob kann die nebenberufliche Tätigkeit neben der Entlassung als leitender Angestellter auch eine Klage wegen Verletzung der Sorgfaltspflicht und Imageschädigung nach sich ziehen und damit empfindliche Strafen mit sich bringen. Der Gesetzgeber regelt die Richtlinien für den Nebenjob als Angestellter so, dass der Nebenerwerb branchenfremd sein muss und nicht im Wettbewerb zum Hauptberuf steht.

Unterschiede zwischen Angestelltem und leitendem Angestellten

Ob Sie als Angestellter oder leitender Angestellter tätig sind, macht in der Auswahl Ihrer selbstständigen oder freiberuflichen und nebenberuflichen Tätigkeit einen deutlichen Unterschied. Mit jeder Beförderung wächst die Verantwortung, die Sie Ihrem Unternehmen in Form von Loyalität entgegenbringen müssen. Wenn eine ähnlich geartete Dienstleistung – zum Beispiel als Berater – beim Nebenjob als Angestellter noch erlaubt ist, kann diese als leitender Angestellter gegen das Wettbewerbsrecht verstoßen und empfindliche Bußgelder nach sich ziehen.

Regelungen bei identischer / branchengleicher Beratungstätigkeit im Haupt- und Nebenjob

Laut Gesetzgebung sind Sie nicht dazu verpflichtet, eine in der Freizeit ausgeführte und den Hauptberuf nicht beeinträchtigende Nebentätigkeit beim Arbeitgeber zu melden. Um Problemen aus dem Weg zu gehen, sollten Sie dennoch mit Ihrem Arbeitgeber über den Nebenjob als Angestellter sprechen und sich den „Segen“ einholen. Rechtssicherheit ist ein wichtiger Aspekt, damit Sie den Nebenverdienst genießen und sich nicht in stetiger Sorge um Ihren Hauptverdienst befinden müssen. Factum: Eine gleichgeartete oder ähnliche Beratertätigkeit im Haupt- und Nebenjob ist ausgeschlossen. Ihr Arbeitgeber darf Ihnen untersagen, nebenberuflich zum Konkurrenten zu werden und sein Unternehmen zu schädigen.

Ist eine parallele Selbstständigkeit möglich?

Sie können sich problemlos nebengewerblich selbstständig machen. Ihr Nebenjob als Angestellter darf aber auch in Freiberuflichkeit oder in Anstellung ausgeübt werden. Wichtig ist, dass sich weder die Arbeitsbereiche noch die Arbeitszeiten aus dem Haupt- und Nebenjob überschneiden oder in irgendeiner Konkurrenz zueinander stehen. Wichtig: Haben Sie im Hauptberuf Urlaub genommen oder sind krankgeschrieben, muss auch Ihre Nebentätigkeit ruhen. Die Ausübung des Nebenjobs im Krankenstand oder im Urlaub ist gesetzlich untersagt und führt automatisch zu Problemen.

Informationspflicht und Verantwortung gegenüber dem Arbeitgeber

Generell sind Sie nicht verpflichtet, den Arbeitgeber über einen angestrebten Nebenjob als Angestellter zu informieren. Ausnahmen bestätigen die Regel und betreffen Nebentätigkeiten, wenn der Nebenjob die Interessen des Arbeitgebers bedroht oder zu viel Zeit in Anspruch nimmt und zur Vernachlässigung des Haupterwerbs führt. Bei gelegentlich 48 und standardmäßig 40 Stunden gesamter Arbeitszeit pro Woche ist eine Meldepflicht nicht vorgesehen und Sie können dem Nebenerwerb nachgehen, ohne mit dem Arbeitgeber in Konflikt zu geraten. Es lohnt sich, wenn Sie mit offenen Karten spielen und Ihrem Arbeitgeber mitteilen, dass Sie einen Nebenjob als Angestellter annehmen und nicht nur im Hauptberuf, sondern auch in einem – bevorzugt branchenfremden Nebenberuf – tätig werden wollen.

Darf ein Nebenjob als Angestellter untersagt werden?

Grundsätzlich und bezugnehmend auf die nicht vorherrschende Meldepflicht kann Ihr Arbeitgeber eine Nebentätigkeit nicht verbieten. Ausgenommen von genehmigungsfreien Nebenjobs sind Tätigkeiten, die Sie in Ihrem Urlaub oder im Krankenstand realisieren. In diesem Fall setzen Sie durch den Nebenjob Ihren Beruf als leitender Angestellter aufs Spiel und sind nicht im Recht, wenn Sie eine darauf bezogene Kündigung gerichtlich anfechten. Gleiches gilt auch, wenn Sie in direkte Konkurrenz mit dem Arbeitgeber treten und sich in der Branche selbstständig machen, in der Sie im Angestelltenverhältnis tätig sind.

Die Versteuerung des „zweiten Gehalts“

Ihr zweites Gehalt ist ebenso ein Einkommen wie der Verdienst aus Ihrem Hauptjob. Je nach Ausrichtung des Nebenjobs müssen Sie die Einkünfte unter Erträgen aus selbstständiger oder Erträgen aus nicht selbstständiger Tätigkeit in der Steuererklärung aufführen. Die steuerliche Erfassung ist in jedem Fall notwendig und wird durch eine Aufrechnung auf Ihr ursprüngliches Gehalt vorgenommen. Auch bei freiberuflicher Tätigkeit können Sie die steuerliche Anrechnung nicht umgehen, sondern sind in Bezug auf Ihr gesamtes Gehalt melde- und anzeigepflichtig.